Das Kutschenmuseum auf Münchensteiner Boden ist zwar geografisch das abgelegenste der vier HMB-Häuser, zu denen neben dem Stammhaus Barfüsserkirche auch das Haus zum Kirschgarten und das Musikmuseum im Lohnhof gehören. Mit 16'424 Besuchern hatte das Kutschenmuseum 2010 nach dem Stammhaus (knapp 110'000) aber am zweitmeisten Gäste - dank Gratiseintritt.

Bei einem Gesamtbudget von gegen elf Mio. Franken schenkt eine Sparvorgabe von 3,4 Prozent ein. Von Roda bezifferte am Donnerstag gegenüber dem Regionaljournal von Radio DRS die Lücke auf 340'000 Franken. Da bei vier Häusern und hohen Mietkosten - ein Viertel des Budgets - die flüssigen Mittel für den operativen Betrieb bei nur rund 640'000 Fr. lägen, gebe es kaum Spielraum.

Das Aus kommt Ende September 2012

Als Konsequenz macht von Roda per Ende September das Kutschenmuseum dicht. Das sei die einzige sozialverträglich zu realisierende Sparmassnahme. Heute koste das Kutschenmuseum 140'000 Fr. im Jahr, und der verantwortliche Kurator mit 20-Prozent-Pensum gehe Ende September 2012 in Pension. Bei der Aufsicht reiche die Fluktuation.

Die historischen Kutschen werden übrigens nicht verhökert: Gemäss dem baselstädtischen Museumsgesetz aus dem Jahr 2000 müssen die Sammlungen in Kantonsbesitz verbleiben. So landen die pferdegetriebenen Gefährte in einem Lager, wie von Roda auf Anfrage sagte.