Die Werkstatt in Sissach ist sein zweites Zuhause. Tag für Tag geht Heiko Zumbrunn hier seiner Leidenschaft nach. Jeder Handgriff sitzt. Der Carrossier achtet auf jedes Detail – und ist schnell. Seine Arbeit erledigt er so gut, dass er 2016 den Schweizer Meistertitel der Carrosserie-Spengler holte und vergangenes Wochenende nach Abu Dhabi reisen durfte, um an den Berufsweltmeisterschaften teilzunehmen.

Und sein Ehrgeiz hat sich ausbezahlt. Der 21-jährige Wittinsburger holt an der WM die Silbermedaille für die Schweiz. Zumbrunn ist stolz auf seine Leistung. Er habe sehr viel trainiert für den Wettkampf. Täglich blieb er nach Feierabend in der Werkstatt, schraubte an den Wagen, perfektionierte seine Arbeit.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass der selbstbewusste Silbermedaillen-Gewinner überzeugt war, dass er an der WM eine Medaille holt. «Ich habe, ehrlich gesagt, damit gerechnet. Jetzt bin ich froh, dass der Traum real geworden ist. Meinen Namen zu hören, war in diesem Moment unglaublich.»

Während den WM-Vorbereitungen litt sein Privatleben. Neben Arbeit und Training blieb nicht viel Zeit für Freunde und Familie. Diese standen aber voll hinter dem ehrgeizigen Carrossier. Besonders sein Vater, in dessen Werkstatt er arbeitet, unterstützte ihn. «Dazu kommen Freunde, Verwandte und alle Trainer, die mir bei der Vorbereitung auf die WM geholfen haben. Danke an alle. Das Jahr war sensationell.»

Jetzt freue er sich, dass er wieder mehr Zeit mit seinen Liebsten verbringen kann – und dass er sich in seiner Freizeit endlich wieder an seinem eigenen Auto tüfteln darf.

 

Das Interview mit Heiko Zumbrunn

Berufsweltmeisterschaften: Der Baselbieter Heiko Zumbrunn holt Silber