Als 2010 die Ikea-Filiale in Pratteln umgebaut wurde, nutzten zwei Mitarbeiter die chaotische Situation und verkauften Möbel aus der «Fundgrube» auf eigene Rechnung. Dies fiel lange Zeit nicht auf, da diese schon intern abgeschrieben wurden und ihr Verschwinden somit im System nicht zu sehen war. Dies berichtete die «Basler Zeitung» anfangs dieser Woche.

Die beiden Ikea-Verkäufer standen nun vor dem Baselbieter Strafgericht. Den «Basar» hätten sie begonnen, da sie frustriert gewesen seien. Der Umbau habe viel Zusatzarbeit bedeutet, darum wollten sie einen «Bonus» erwirtschaften. Nach einiger Zeit sprach sich ihr Vorgehen herum und einige Kunden begannen sogar Bestellungen aufzugeben. Somit verschwanden dann auch neue Möbel.

Viel Geld hätten sie aber nach eigenen Aussagen nicht verdient. Pro Person seien es lediglich zwischen 3500 und 4000 Franken gewesen.

Das Strafgericht hat die Männer nun wegen bandenmässigem Diebstahl und Betrug zu einer bedingten Gelstrafe von 200 Tagessätzen à 30 Franken verurteilt. (sil)