Der Name steht noch nicht fest. Ebenso wenig das Eröffnungsdatum. Klar ist nur: Liestal bekommt noch in diesem Jahr an der Rathausstrasse 66 ein neues Vegi-Restaurant; also an bester Lage mitten im Stedtli.

Hinter dem Projekt steht die bekannte Liestaler Unternehmerin Beatrice Rieder, Inhaberin einer Kommunikationsagentur und Herausgeberin des Liestaler Magazins «Lima». Im neuen «Lima», das am Donnerstag erscheint, hat sie ein Inserat in eigener Sache geschaltet: Unter dem Titel «Liebe geht auch durch den Magen» fordert sie die Liestalerinnen und Liestaler auf, sich am Projekt zu beteiligen und mit Ideen einzubringen.

Im ehemaligen Swisscom-Shop

Geht alles nach Plan, möchte Rieder bereits im Sommer in den Räumlichkeiten des ehemaligen Swisscom-Shops ein Take-away-Restaurant mit vegetarischem und veganem Angebot einrichten. Dafür bringt sie beste Voraussetzungen mit. Nicht nur lebt sie seit rund 20 Jahren selber vegetarisch, sondern besitzt auch das Hotelfachschule-Diplom und kann auf eine mehrjährige Berufserfahrung in der Gastronomie zurückblicken.

Dass in Liestal ein Bedarf nach einem solchen Angebot besteht, steht für sie ausser Frage: «Menschen mit Lebensmittel-Allergien oder Bedarf nach glutenfreier Nahrung haben Schwierigkeiten, etwas Passendes zu finden.» Gleichzeitig möchte sie mit ihrem Restaurant-Projekt einen Beitrag zur Aufwertung des Liestaler Stadtkerns leisten.

In jüngster Zeit fallen im Stedtli wieder verschiedene leere Schaufenster mit dem Hinweis «Ladenlokal zu vermieten» auf. Dabei erweist sich als Glücksfall, dass Rieder Teil einer Erbengemeinschaft ist, welcher die Liegenschaft an der Rathausstrasse 66 gehört. Diese steht unten leer, nachdem die Swisscom neue Räumlichkeiten auf der gegenüber liegenden Strassenseite bezogen hat. Sollte sich der Platz im Erdgeschoss als zu knapp erweisen, könnte sie mit ihrem Lokal gleich noch ins Untergeschoss expandieren.

Ausdrücklich nicht als Konkurrenz aufbauen möchte Rieder ihr neues Lokal zum Bistro Dö am Zeughausplatz, der ehemaligen «Glatscharia & Creperia» von Thomas und Corinne Schneider. Dieses ist zwar nicht vegetarisch, setzt aber ebenfalls auf Bio-Produkte. Überhaupt will Rieder ihr Vegi-Projekt ohne missionarischen Eifer angehen: «Ich sehe das Ganze locker», sagt die Kommunikationsexpertin.