Von den Binnenmarkt-orientierten Firmen waren rund zwei Drittel mit 2011 zufrieden, von den exportorientierten hingegen nur rund 40 Prozent. Unter dem Strich bedeute dies eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr für rund 30 Prozent der Firmen, teilte die BLKB am Mittwoch zu ihrer jährlichen Firmenumfrage mit.

Gemäss Daten von BAKBASEL habe die Baselbieter Wirtschaft 2011 zwar gelitten, sei aber «solid» gewachsen: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) habe um 1,9 Prozent zugelegt. Der starke Franken habe doppelt geschadet, indem er die Gewinne drückte und die Export-Nachfrage bremste. Auch Baselbieter Firmen senkten deswegen ihre Margen.

Im laufenden Jahr indes bilde sich der Konjunktur-Abschwung deutlich in den Erwartungen ab: 24 Prozent der Firmen rechneten mit schlechteren Zahlen, nur 15 Prozent mit besseren Zahlen als 2010. Eher optimistisch seien dabei die Grossen und die Exportlastigen, namentlich die chemisch-pharmazeutische Industrie.

BAKBASEL schätze das BIP-Wachstum, das wohl erst ab Mitte Jahr wieder anziehe, für das ganze Jahr 2012 auf 0,9 Prozent in der Region, gegenüber 0,7 Prozent in der Schweiz. Das sei zwar im Schnitt «eher dürftig», im internationalen Vergleich derzeit aber «durchaus ansehnlich».

Leiden werde heuer wohl das Gastgewerbe, weiter florieren hingegen der Bau. Man müsse insgesamt mit einer höheren Arbeitslosigkeit im Landkanton rechnen, notiert die BLKB weiter.