Ein falsch parkiertes Auto oder ein Passagier, der für seinen verspäteten Freund die Tür offen hält, oder ganz einfach Stau. Es gibt viele alltägliche Gründe, wieso ein Tram verspätet sein kann. Eher selten zu Ohren kommt einem hingegen, dass ein Fahrzeug beim Überqueren der Tramschienen stecken geblieben ist.

Beim Übergang der Tramlinie 14 auf Höhe des Joggeli kommt das in letzter Zeit jedoch häufiger vor. Denn spätestens seit an der St. Jakobshalle gebaut wird, müssen zahlreiche Lastwagen regelmässig die Tramschienen der Linie 14 queren. Dumm nur, wenn sich währenddessen die Schranke senkt und der Lastwagen plötzlich feststeckt.

Vier bis fünf Mal sei das dieses Jahr bereit vorgekommen, heisst es bei den BVB auf Anfrage. Wobei dem öV-Unternehmen das blosse Steckenbleiben noch kein Kopfzerbrechen bereiten würde. «Einen Schaden gibt es, wenn der Lastwagen trotz runtergelassener Barriere weiterfährt und die Schranke so beschädigt», erklärt Mediensprecher Benjamin Schmid. Oft brächen dann Teile der Holzschranke ab und müssten ersetzt werden. «Je nach Schwere der Beschädigung kann der Trambetrieb kurzzeitig unterbrochen sein.»

Ganz billig ist das ausserdem auch nicht: Für die Reparatur der Schranke durch den aufgebotenen Pikettdienst der BVB zahlt der Verursacher pro Vorfall rund 2500 Franken.