Bei den 24 bis 35 Monate alten Kleinkindern erreichten die Durchimpfungsraten bis zu 98 Prozent, heisst es in der Mitteilung. Erhöht wurden im Vergleich zu den früheren Studien von 2008 und 2005 die Durchimpfungsraten aber auch bei den 8-Jährigen (Schuleintrittsalter) sowie bei den 16-jährigen (Ende der obligatorischen Schulzeit).

Etwa gleich hoch geblieben wie 2008 ist dabei das Impfniveau für Diphterie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung und Hämophilus bei Klein- und 8-jährigen Kindern. Bei den Kleinkindern betrug die Impfrate für drei Dosen dieser Impfungen 96,1 bis 97,9 Prozent und für vier Dosen 90 bis 90,8 Prozent.

Deutlich mehr geimpft als 2008 - bei 74 statt 32,5 Prozent - wird bei den 16-jährigen Jugendlichen die vierte Dosis der Impfung gegen Keuchhusten. Wahrscheinlicher Grund ist laut der Mitteilung, dass Kombinationsimpfungen häufiger geworden sind.

Mehr Masernimpfungen

Erhöht hat sich auch die Rate bei der Impfung gegen Masern. Die Schweiz will diese bis 2015 eliminieren. Allerdings müssen dazu 95 Prozent der Bevölkerung immunisiert sein. Ein zuverlässiger Schutz wird gemäss dem Schweizerischen Impfplan mit zwei Impfdosen erreicht.

Im Baselbiet ist die Durchimpfungsrate bei der Masernimpfung von 2008 bis 2011 bei Kleinkindern von 92,3 auf 93,5 Prozent (erste Dosis) beziehungsweise von 83,8 auf 86,4 Prozent (zweite Dosis) gestiegen. Bei den 8-Jährigen nahm sie von 91,8 auf 91,9 bezw. 82,5 auf 97,4 Prozent und bei den 16-Jährigen von 91 auf 92,6 bzw. von 76.8 auf 83,6 Prozent.
Unterschiede nach Herkunft

Unterschiede im Impfverhalten stellte die Studie je nach Nationalität fest. So weisen etwa ausländische Kleinkinder und Kinder im Schuleintrittsalter eine höhere Durchimpfungsrate bei Masern, Mumps und Röteln auf als Schweizer Kinder. Schweizer Jugendliche sind dagegen besser gegen Diphterie, Tetanus und Kinderlähmung geschützt.

An der Studie teilgenommen haben 31 Gemeinden im Kanton Baselland. Durchgeführt wurde sie vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion.