Im Mai fanden zwei Spürhundeteams aus Österreich im Hafengebiet bei Basel und Birsfelden Larven von Laubholzbockkäfern (Anoplophora glabripennis) auf. Diese hatten sich in Holzverpackungen aus China eingenistet.

Das Verpackungsholz wurde auf Verfügung des Eidgenössischen Pflanzenschutzdienstes (EPSD) zwar vernichtet. Die Gefahr, dass der Käfer sich in der Gegend ausbreitet, ist damit aber noch nicht gebannt. An allen Orten, an den die Käfer gefunden wurden, finden daher nun regelmässige Kontrollen statt.

Hafengebiet bei Birsfelden unter Beobachtung

Im Hafenbecken bei Birsfelden, wo ein grösserer Befall in Verpackungsholz festgestellt wurde, gilt dabei ein besonders strengeres Regime. In einer Zone von 200 bis 500 Metern rund den Befallherd müssen alle Bäumen, die vom Asiatischen Laubholzbockkäfer befallen werden können, auf einer Karte festgehalten werden müssen. Sie sollen zudem häufig und intensiv, beispielsweise auch durch Baumkletterer, untersucht werden.

Der Bund beabsichtigt, Baumkletterer zusätzlich auszubilden, damit diese Spuren und Befall des Schädlings sicher erkennen können. In der Pufferzone, die zwei Kilometer umfasst, werden mögliche Wirtspflanzen ebenfalls überwacht. Baumschnitt muss vor Ort gehäckselt und anschliessend in der Kehrichtverbrennungsanstalt vernichtet werden. Die Massnahmen dienen dazu, dass der Schädling nicht verschleppt wird und sich nicht an neuen Orten ausbreiten kann.

Weitere Massnahmen geplant

Der Bund will zudem verhindern, dass weiteres befallenes Verpackungsholz in die Schweiz gelangt. Deshalb will er das Kontrollpersonal im Raum Basel rasch zu verstärken. Zusätzlich prüft der Bund eine Meldepflicht für Steinlieferungen aus dem asiatischen Raum. Für allfällig weitergehende Massnahmen soll die internationale Zusammenarbeit mit ebenfalls betroffenen Ländern in Europa verstärkt werden.