Der «Chienbäse» ist noch nicht lange vorbei, schon winkt Fasnachtsfreunden das nächste Highlight in Liestal. Vom 29. Juni bis zum 1. Juli findet das Zentralschweizer Tambouren- und Pfeiferfest (ZTPF) statt. «Liestal wird dann für drei Tage zur Tambouren- und Pfeiferhauptstadt», wie es der OK-Präsident Hanspeter Meyer gerne umschreibt.

Grosses Angebot

Ein Volksfest dieser Grössenordnung – die Veranstalter rechnen mit 1500 aktiven Tambouren und Pfeifern – will gut geplant sein. Die Unterkünfte und Feststandorte sind denn auch bereits bekannt: Der Obergestadeckplatz dient als Festzentrum. Ein grosses Zelt, das rund 1400 Personen Platz bietet, ist laut Meyer auch schon organisiert.

«Das Festzelt ist vor allem der Ort der Verpflegung, doch auch die Rangverkündigung wird dort stattfinden», erklärt Meyer. Nebst dem Festzentrum hat das OK 25 weitere Räumlichkeiten organisiert. Darunter das Hotel Engel, das Kirchgemeindehaus sowie die Aulen diverser Liestaler Schulhäuser.

Spezielles Ambiente

Der wirkliche Hotspot wird jedoch nicht das Festzentrum, sondern die Rathausstrasse sein; dort findet nämlich die Marschkonkurrenz statt. In verschiedenen Kategorien treten Tambouren und Pfeifer aus über 70 Vereinen gegeneinander an. So gibt es beispielsweise Einzel- und Gruppenwettspiele. Als Höhepunkt treten gar ganze Cliquen gegeneinander an.

«Wer gerne an die Fasnacht geht, wird sich auch während des Tambouren- und Pfeiferfests wohlfühlen», ist sich Meyer sicher. Denn das spezielle Ambiente rund um das Fest sei genauso wichtig wie die Wettbewerbe selbst: «Auch das Gässeln, der Nachtumzug und die attraktive Abendunterhaltung im Festzelt gehören zum Fest dazu.»Als absoluter Höhepunkt nennt Meyer den grossen Festumzug am Sonntag, an dem sich eine Vielzahl der Trommler und Pfeifer beteiligt.

Verkehrsumleitungen nötig

Ein wichtiger Aspekt, «der für einen solchen Anlass nicht zu unterschätzen ist», betrifft die Sicherheit. So gilt es, den Verkehr während der Festlichkeiten umzuleiten. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel, vor allem Busse, müssen für dieses Wochenende Umleitungen in Kauf nehmen.

«In diesem Bereich besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Kanton sowie der Polizei und der Feuerwehr», erzählt Meyer. Zudem könne man auf mehrere 100 Helfer aus Liestaler Vereinen zählen. Rein organisatorisch steht dem diesjährigen Tambouren- und Pfeiferfest also nichts mehr im Weg. «Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.»