Wenn Sie kein eingefleischter Musikliebhaber sind, wird Ihnen der Ausdruck «Balkan Beats» wohl kaum ein Begriff sein.

Der Musikstil, welcher aus osteuropäischer Volksmusik und warmen elektronischen Rythmen besteht, war bis anhin kein Thema, welches die Massen in der Region bewegte.

Wenn es nach einer Gruppe engagierter Jugendlicher geht, soll sich dies nun auf der Stelle ändern. Sie organiseren am Samstag im Liestaler Modus die allererste «Balkan Beats»-Party der Region Basel.

Guter Zweck steht an erster Stelle

Die orientalischen Klänge einem breiten Publikum zu präsentieren, ist jedoch nur ein Nebenziel der Organisatoren.

Der eigentliche Grund liegt tiefer: Jahr für Jahr begeben sich Mitglieder der Gruppe ins rumänische Bauerndorf Verseni, um sich dort um bedürftige Heimkinder zu kümmern. Sie wollen den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, aus ihrem schwierigen Alltag zu flüchten und ihre Sorgen und Belastungen zumindest für kurze Zeit zu vergessen.

Mitglieder der Rumäniengruppe im Baselland: «Darum engagieren wir uns für rumänische Heimkinder.»

Mitglieder der Rumäniengruppe im Baselland: «Darum engagieren wir uns für rumänische Heimkinder.»

Durch dieses uneigennützige Projekt entstehen jedoch auch Kosten, die die Jugendlichen nicht selber tragen können. Da sie in ihrer Zeit in Rumänien immer wieder mit dem osteuropäischen Musikstil «Balkan Beats» konfrontiert wurden und immer mehr gefallen an den exotischen Klängen fanden, kam die Idee auf, «Balkan Beats» in die Region Basel zu bringen.

«Da diese Musik sehr mit der rumänischen Kultur verbunden ist, lag es für uns auf der Hand, eine Party mit diesem Schwerpunkt zu organiseren», meint Jeremias Lütold, Mitglied des Organisationskomitees, gegenüber der bz. «So können wir der Region Basel einerseits etwas neues bieten und andererseits erhalten wir zusätzliche Möglichkeiten, unser Projekt zu finanzieren.»

Künstler arbeiten ehrenamtlich

Ein Risiko am Vorhaben sieht Lütold nicht: «Die Betreiber des Modus' kommen uns finanziell enorm entgegen. Zudem arbeiten alle DJ's an diesem Abend ehrenamtlich und erhalten kein Entgelt.» Für ihn sei es deshalb selbstverständlich, dass jeder eingenommene Rappen direkt ins Projekt fliesse: «Nach der Abdeckung unserer Ausgaben, werden die kompletten Einnahmen zur Finanzierung unseres Projekts verwendet.»

Die Organisatoren erwarten einen hohen Besucherauflauf. So seien in den letzten Wochen in der ganzen Region Plakatte aufgehängt geworden und ein Grossteil der Promotion lief auch über Mund-zu-Mund-Propaganda.

Kein Neuland

Neuland betreten die Organisatoren übrigens nicht: Vor zehn Jahren haben sie ebenfalls im Tanzcub «Modus» die erste Oldies-Party durchgeführt und waren somit der Grundstein für die zahlreichen Oldies-Partys, welche heute in der Region stattfinden.