Als Sofortmassnahme werde den Gebäudeeigentürmer empfohlen, jeden Tag mehrmals zu lüften, heisst es in einer Mitteilung der Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) vom Donnerstag. Zudem sollen die Gebäude genauer untersucht und wenn nötig bauliche Massnahmen eingeleitet werden, um die Radonkonzentration zu senken.

Betroffen sind gemäss Mitteilung Primarschulen in Arlesheim, Binningen, Münchenstein, Reinach, Roggenburg und Schönenbuch sowie der Kindergarten in Arboldswil, die Schulanlage Holde in Hölstein und die Musikschule Neue Welt in Münchenstein. Die Aufenthaltsdauer in den betroffenen Räumen sei indes "relativ kurz", weshalb die Situation "nicht dramatisch sei".

Bei 36 Schulbauten wurde im Weiteren eine Konzentration zwischen dem tieferen Richtwert der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Schweizer Grenzwert für dauerhaft bewohnte Gebäude gemessen. Bei 162 Gebäuden lagen die Werte unter dem WHO-Richtwert.

Die Messungen in 207 gemeindeeigenen und privaten Schulinstitutionen wurden durch das Baselbieter Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen gestützt auf den Radonaktionsplan des Bundesamts für Gesundheit durchgeführt. Sie fanden im Winter 2014/15 in Primarschulen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Sportanlagen, Musikschulen und in einem Wohnheim statt.

Kein eigentliches Radongebiet

Die Messergebnisse würden indes bestätigen, dass Radon im Kanton Basel-Landschaft nur punktuell vorkomme, heisst es weiter. Das Baselbiet sei kein eigentliches Radongebiet.

Bereits früher waren in Schulen im Kanton Basel-Landschaft Radonmessungen durchgeführt worden. Bei Messungen in 133 kantonseigenen Schulen im Winter 2013/14 wurde in 17 Anlagen erhöhte Konzentrationen festgestellt, die jedoch unter dem Grenzwert lagen.

Anfang 2011 gab die VGD zudem nach Messungen in Wohnhäusern bekannt, dass nur in Rümlingen einen hohes Radonrisiko besteht. In 13 Gemeinden bestehe ein mittleres und in allen anderen ein geringes Risiko.

Radon ist ein radioaktives Gas, das aus dem Untergrund in die Häuser eindringen kann. Dieses Gas wird mit der Luft eingeatmet und die Zerfallsprodukte von Radon können Lungenkrebs verursachen. Jugendliche benötigen einen besonderen Schutz, weil sie sich im Wachstum befinden.