Der Euro-Airport (EAP) besitzt zwölf fixe Anlagen, mit denen er an verschiedenen Orten in der Region den Fluglärm misst. Vergangene Woche staunten einige Allschwiler Einwohnerräte nicht schlecht, als ihnen der Gemeinderat eröffnete, dass es sich bei der zweiten Anlage, die Allschwil erhalten werde, um die einzige Basler Station handele.

Diese Information ist falsch, wie sich kurz darauf heraus stellte: Der Euro-Airport teilte der bz mit, dass der Standort Neubad-Quartier bestehen bleibe; die Station werde zwar gezügelt, dafür werde für Basel eine neue Station beschafft. Kostenpunkt: Rund 45'000 Euro. «Anscheinend ist hier eine Informationslücke entstanden», stellt EAP-Sprecherin Vivienne Gaskell fest.

«Verschiebung gutgeheissen»

Der Euro-Airport kauft also eine neue Apparatur, setzt jedoch Öffentlichkeit und Behörden nicht darüber in Kenntnis. Wohl aus diesem Grund ging man in Allschwil davon aus, dass die Basler Station entfallen solle. In einem Bericht des Gemeinderats an den Einwohnerrat heisst es, die Lärmschutzfachstellen beider Kantone sowie die gemeinsame Fluglärmkommission hätten die «Verschiebung der Messstation Neubad an den Sandweg in Neuallschwil gutgeheissen.» Und: Der EAP wolle keine neue Anlage beschaffen.

Kenntnis vom Verbleib des Standorts Neubad hatten somit wohl nur «Insider» – etwa der Basler Regierungsrat Christoph Brutschin, der im EAP-Verwaltungsrat sitzt. «Der Verwaltungsrats-Ausschuss hat dies Ende 2013 beschlossen», bestätigt er auf Anfrage. «Die Station bleibt, die Messreihe wird fortgesetzt.»

Einen zweiten Messstandort für Allschwil gefordert hatte die Grünen-Landrätin Julia Gosteli in einem Vorstoss vom November 2013. Sie habe sich gewundert, als sie von der Aufhebung der Anlage im Neubad gelesen habe, sagt sie. Dass dies nicht der Fall ist, erfuhr sie gestern – von der bz.