Die Volksinitiative «Ja zum Bruderholzspital», über die das Baselbieter Stimmvolk am 21. Mai abstimmt, fordert eine Änderung des kantonalen Spitalgesetzes. Neu soll Folgendes festgeschrieben werden: «Das Kantonsspital Baselland sichert die Grundversorgung in Laufen und die erweiterte Grundversorgung an den Standorten Bruderholz und Liestal im stationären und ambulanten Bereich.»

Gemäss den Initianten könne nur so verhindert werden, dass «die Baselbieter Gesundheitsversorgung zu einem finanziellen Fass ohne Boden wird». Dies weil die geplante Umstrukturierung des Standorts Bruderholz zur Tagesklinik mit Reha, Orthopädie und Notfall-Permanence den Abbau von Jobs und Lehrstellen und einen massiven Geldabfluss Richtung Basel-Stadt bedeuten könnte. Da dann noch mehr Baselbieter ins Unispital müssten, würden die Gesundheitskosten noch stärker steigen, dies, da die Kosten pro Patient in Basel viel höher seien.

Hauptziel der Initianten bleibt aber weiterhin, die medizinische Grundversorgung des Unterbaselbiets sicherzustellen. Es sei ein «Märchen», dass das Bruderholzspital am Zusammenfallen sei. Gerade für polymorbide ältere Patienten sei die nahe erweiterte Grundversorgung wichtig. Einmal mehr betonten die Initianten auch, dass sich die Initiative nicht grundsätzlich gegen die Zusammenarbeit beider Basel richte, sondern nur gegen den Angebotsabbau auf dem «Hölzli» und in Laufen.