Die Basler Jungfreisinnigen suchen heute in Reinach das Gespräch mit Vertretern der Sicherheitsdirektion. Sie haben gestern ihre Idee einer Art Hotline für die Bewilligung von Parties unter freiem Himmel vorgestellt, wie Radio Basilisk berichtet. Auch das Baselbiet soll von diesem Vorschlag profitieren.

Die Baselbieter Jungfreisinnigen wollen zudem den Behörden einen symbolischen Prinz überreichen, der sie wachküssen soll, wie das Regionaljournal schreibt. Auch sie engagieren sich für das Anliegen ihrer Basler Parteikollegen.

Start des umstritten Harrassenlaufs

Der Ort Reinach wurde nicht zufällig gewählt, um die Sicherheitsdirektion mit dieser Idee zu konfrontieren. Heute Nachmittag soll auf der Reinacher Heide der umstrittene Harassenlauf starten. Beim Bierlauf treffen sich zumeist Jugendliche und gehen gemeinsam die Strecke zwischen Reinacher Heide bis nach Münchenstein in die Grün 80.

In den vergangenen Jahren kam es beim Bierlauf zu unschönen Szenen, da sich am Zielort der Abfall nur so häufte und nach der Feier keiner für die Aufräumarbeiten verantwortlich sein wollte. Deshalb wurde die «1.-Mai-Tradition» seit drei Jahren konsequent von der Sicherheitsdirektion bekämpft.

Verantwortliche suchen

Der Baselbieter Sicherheitsdirektor Isaac Reber sagt gegenüber dem Regionaljournal: «Die Spielregeln sind bekannt: Ohne OK gibt es keinen Harassenlauf.» Wenn sich jemand finden würde, der die Verantwortung für den Bierlauf übernehme und mit einer kreativen Idee zur Umsetzung hinstehen würde, wäre die Sicherheitsdirektion auch bereit, einen Schritt auf die Veranstalter zuzugehen, meint er weiter. «In dieser Form hat der Anlass keine Zukunft.»

Die Gemeinde Reinach hat bereits Anfang April ein generelles Alkohol- und Fahrverbot am 1. Mai für die Reinacher Heide erlassen. (zam)