In seiner allerersten Bundesfeier-Ansprache als Regierungsrat in Wintersingen erteilte Isaac Reber einer neuen Verwaltungsebene im Kanton eine klare Absage. Hingegen seien die Kantonsstrukturen ins Alter gekommen, denn nicht jede Gemeinde könne jede Aufgabe selber bewältigen.

Stattdessen müsse man «in Lebens- und Wirtschaftsräumen denken». Aufgaben müssten dort angesiedelt werden, wo sie am effizientesten und wirkungsvollsten erfüllt werden könnten. «Das kann beim Kanton sein, das kann aber auch auf einer funktionalen Ebene sein.»

Heausforderungen verteilen

Reber erachtete es als durchaus sinnvoll, den Gemeinden neue Aufgaben abzutreten. Angesichts immer komplizierterer Aufgaben plädierte er aber für «sinnvolle Verbünde». So könne man die Herausforderung auf mehrere Schultern verteilen, «und der Lösungshorizont wird deutlich breiter».

Ohne Berührungsängste zusammenzuarbeiten, sieht Reber als einen Schritt, um die schwierige finanzielle Situation des Kantons zu verbessern. Um fit für die Zukunft zu sein, müssten die Gemeinden erkennen, dass sie nicht mehr alles selber machen können. Dieser Wandel beginne im Kopf.

«Mir sette eus bewege» lautete deshalb sein Aufruf an die versammelte Wintersinger 1.-August-Gemeinde. «Nur wenn uns das gelingt, schaffen wir den Tatbeweis, dass nicht alles in Liestal behandelt werden muss», meinte Reber. (mec)