Die Detailliste, wo die Baselbieter Regierung sparen will, hat es in sich. Insbesondere die sogenannten «kleinen Massnahmen», die der Regierungsrat in eigener Kompetenz beschliessen kann, würden den Naturschutz überproportional hart treffen, schreiben Pro Natura und der Basellandschaftliche Natur- und Vogelschutzverband.

Die beiden Verbände liefern auch die Fakten mit. 2,5 der 8,3 Millionen Franken, die bei der Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) gespart werden müssen, betreffen den Naturschutz ganz oder teilweise. Und auch bei den Massnahmen, die vom Landrat abgesegnet werden müssen, tritt es die Natur hart. 6,3 von 9.6 Millionen Franken betreffen hier den öffentlichen Verkehr. «Von der beschworenen Opfersymmetrie kann also zumindest innerhalb der BUD keinesfalls die Rede sein», kritisieren die beiden Verbände.

Auch Landwirte und Waldbesitzer triffts

Die vom Regierungsrat vorgeschlagenen Massnahmen würden nicht nur die verbliebene Natur im Baselbiet hart, sondern auch Landwirte, Waldbesitzer und Kulturliebhaber. Kritisiert wird von den Naturschützern insbesondere, dass auch das Schloss Wildenstein mit seinem 100 Hektaren grossen Naturschutzgebiet verkauft werden soll.

Auch die Unterschutzstellungen im Wald, im Landwirtschaftsgebiet und im restlichen Offenland werden vollkommen gestoppt. Dieser Schuss könnte nach hinten losgehen. Dem Baselbiet dohten so im Extremfall Kürzungen bei Bundessubventionen, weil er die vereinbarten Vorgaben nicht mehr einhalte. (rsn)