Kinder bis 16 Jahre, die eine Juniorkarte haben und mit ihren Eltern unterwegs sind, fahren günstiger mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine gute Idee, dachte sich CVP-Landrat Felix Keller 2012 im Zuge der Umsetzung der neuen Schulkreise. Deshalb bat er den Regierungsrat damals, zu prüfen, ob eine solche Karte nicht auch ohne Elternbegleitung denkbar wäre. So könnten Kinder, die wegen der neuen Schulkreise einen weiteren Weg haben, die Juniorkarte auf ihrem Schulweg im Netz des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW) nutzen.

Der Regierungsrat kam im Dezember allerdings zum Schluss, dass sich dies nicht umsetzen lasse. Dies begründet er unter anderem damit, dass die Juniorkarte kein TNW-Produkt sei und deshalb nicht als eigenes Abo fungieren könne. Zudem könnten Ermässigungen für Schüler Ertragsausfälle beim TNW zur Folge haben. Eine Arbeitsgruppe beim TNW beschäftige sich derzeit sowieso mit der gesamten Abo-Situation.

Die Bau- und Planungskommission (BPK) zeigt sich in ihrem kürzlich erschienenen Bericht einverstanden mit den Ausführungen des Regierungsrats. Gleichzeitig drückt sie ihr Bedauern aus, dass sich der Vorschlag des Postulenten, der ebenfalls der BPK angehört, nicht umsetzen lasse. Sie schreibt das Postulat bei nur einer Enthaltung ohne Gegenstimme ab. (bz)