Eine seltene Ausgangslage präsentiert sich in Ettingen. Gleich drei Gemeinderatsmitglieder bewerben sich ums Präsidium: Sibylle Haussener (parteilos), Werner Stöcklin (SP) und Johann Rudolph Thüring (parteilos). Während Haussener und Thüring bei den Gesamterneuerungswahlen Ende Februar in ihren Ämtern bestätigt wurden, schaffte Stöcklin neu den Sprung in Ettingens Exekutive. Von ihnen drei erreichte Sibylle Haussener das beste Resultat. Johann Rudolf Thüring bewarb sich schon vor vier Jahren als neu gewählter Gemeinderat fürs Präsidium. Damals unterlag er jedoch Kurt Züllig (FDP) klar. Dieser trat zu den Wahlen vor drei Monaten nicht mehr an.

Auch in Bottmingen und Schönenbuch kommt es Anfang Juni zu Duellen ums Gemeindepräsidium. Anne Merkofer und Markus Oser stellen ihre Ämter auf Mitte Jahr zur Verfügung. Der parteilose Ernst Bringold tritt in Bottmingen gegen Mélanie Krapp (FDP) an, die bei den Gesamterneuerungswahlen am 28. Februar mit 1129 Stimmen am besten abgeschnitten hat vor Bringold, der auf 941 Stimmen gekommen ist.

In Schönenbuch stellen sich Hannes Hänggi und André Knubel der Wahl. Die beiden erzielten Ende Februar mit 483 und 421 Stimmen die besten Ergebnisse.

Stille Wahl oder Urnengang?

Ebenfalls zu Urnengängen um den «Primus inter Pares» kommt es in weiteren 29 Gemeinden, davon werden in sechs Kommunen neue Gemeindepräsidien bestimmt. In 53 Ortschaften ist es zu stillen Wahlen gekommen; in 40 ist die bisherige Gemeindepräsidentin oder der bisherige Gemeindepräsident bestätigt worden, in 13 wird das Präsidium ab 1. Juli mit einer neuen Person besetzt sein.

Ob es bei einer Einerkandidatur zu einem Urnengang oder zur stillen Wahl kommt, regelt die Gemeindeordnung. Interessant ist, dass in den bevölkerungsmässig grössten Baselbieter Gemeinden Allschwil, Reinach, Muttenz, Binningen und Liestal die Gemeindepräsidien still gewählt worden sind, dagegen in Kleinstkommunen wie Kilchberg, Liedertswil und Nusshof die Stimmbürgerinnen und -bürger zur Urne gerufen werden.

Eptingen macht Zusatzrunde

Einen Sonderzug fährt am 5. Juni Eptingen. Hier findet eine Gemeinderats-Ersatzwahl statt, für die sich Vincent Thommen und Markus Vock zur Verfügung stellen. Der Grund dafür liegt darin, dass die am 28. Februar wiedergewählte Gemeindepräsidentin Renate Rothacher darauf verzichtet, die neue Amtsperiode anzutreten. Sie wurde mit dem schlechtesten Resultat gewählt, was Rothacher als fehlenden Rückhalt in der Bevölkerung interpretiert.