Im Kanton Solothurn ist ab sofort das Bräteln an einer Feuerstelle im Wald wieder erlaubt: Das seit Ende Juli geltende Feuerverbot ist am Montag vom Kommandanten der Kantonspolizei aufgehoben worden. Die Waldbrandgefahr sei in den vergangenen Tagen gesunken, teilte die Solothurner Polizei am Montag mit, aber immer noch «erheblich». Dies entspricht der Gefahrenstufe 3 von 5.

Im Baselbiet wird eine Aufhebung des Verbots ebenfalls diskutiert, wie Rolf Wirz, Sprecher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD), auf Anfrage ausführt. «Wir denken ebenfalls darüber nach und sind daran, Expertenmeinungen einzuholen.» Ein Beschluss könne schon sehr bald fallen. Aktuell gilt im Baselbiet noch die Gefahrenstufe 4.

Allerdings gibt Wirz zu bedenken: «Der Waldboden ist noch immer sehr trocken und leicht entflammbar.» Die am Wochenende gefallene Regenmenge sei relativ klein gewesen; damit sich die Situation grundlegend verändere, müsste es mal mehrere Tage am Stück durchregnen. Dass der Kanton mit einer Aufhebung des Verbots zögert, hat laut Wirz noch einen anderen Grund: «Wenn wir das Verbot aufheben, dann müssen wir sicher sein, dass wir diesen Entscheid nicht bereits in einigen Tagen korrigieren müssen.» Alles andere führe zu Verwirrung in der Bevölkerung und zu unnötigem Aufwand bei den Behörden: Schliesslich müssten bei Aufhebung des Verbots im ganzen Kanton Signalisationen und Absperrungen entfernt werden.

Mitte August ist das Feuerverbot im Baselbiet gelockert worden: Aktuell darf im Siedlungsgebiet uneingeschränkt gefeuert und grilliert werden; das geltende Verbot bezieht sich auf den Wald und die Waldränder, wobei ein Mindestabstand von 200 Metern einzuhalten ist. Noch immer gilt zudem aufgrund der tiefen Wasserstände das Badeverbot. Da Baden im Freien derzeit keinem grossen Bedürfnis entspricht, stellt das Verbot keine gravierende Einschränkung dar.