Die Gesundheitskosten steigen weiter. Das hält jedenfalls die Baselbieter Regierung für unausweichlich. In ihrer Aufgaben- und Finanzplanung für die nächsten vier Jahre sieht sie jährlich kantonale Ausgaben von rund 450 Millionen Franken im Gesundheitswesen vor. Das sind 25 Millionen Franken mehr als heute. Obwohl grosse Anstrengungen unternommen werden, die Operationen künftig nicht mehr stationär, sondern vermehrt ambulant durchzuführen, machen die Beiträge in der Akutsomatik weiter den Grossteil der Kantonsbeiträge aus. 80 Prozent der Gelder fürs Gesundheitswesen fliessen in die Spitäler.

Seitens der landrätlichen Finanzkommission ist an dieser Berechnung Kritik lautgeworden. In einem Budgetpostulat verlangt sie eine optimistischere Budgetierung. Schliesslich habe die Regierung selbst das Ziel formuliert, dass die Spitäler des Kantons zu den günstigeren 40 Prozent der Schweiz gehören. «Damit müsste der Kanton den Anspruch haben, mit den Baserates bis in vier Jahren auf einem Niveau von zirka 9700 Franken zu sein», schreibt die Fiko.

Der Basispreis, der für die Fallkosten ausschlaggebend ist, müsste damit in den nächsten Jahren um 200 Franken sinken. Fiko-Mitglied Klaus Kirchmayr (Grüne) sagt: «Für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum die Regierung unnötige Reserven einbaut und derart konservativ budgetiert, wo der Trend doch in Richtung tiefere Baserates geht und in anderen Bereichen bei jedem Rappen gegeizt wird.»

Von dieser Prognose hält eine Institution nicht allzu viel: das Kantonsspital Baselland. Dieses rechtfertigt die heutigen Tarife. «Die Forderung nach einer Absenkung können wir weder in Bezug auf unsere effektive Leistungserbringung noch auf der Basis der für diesen Bereich relevanten Datengrundlagen nachvollziehen», lässt Sprecherin Anita Kuoni ausrichten. Die Baserate-Berechnung erfolge auch unter Einbezug von Benchmark-Kalkulationen.