Guido (5), Gaspard (3), Gijs (1) und Tarzan (2) sitzen eng zusammengekuschelt in ihrem Gehege. So richtig zu Hause fühlen sich die vier Kattas noch nicht im Affenhaus. Kein Wunder: Sie haben eine lange Reise hinter sich und sind erst Anfang Monat hier eingezogen. Die beiden Männchen Guido und Gaspard kommen aus Budapest und München, die Weibchen aus Holland.

Eigentlich toben die Kattas im Zolli auf der eigens für sie errichteten Katta-Insel herum. Die Neuen aber befinden sich noch etwa eine Woche lang in Quarantäne – sie müssen sich zuerst an ihre neue Umgebung gewöhnen. An der Scheibe ihres Käfigs wurde Klebeband angeheftet, denn an Gehegebegrenzungen sind die Tiere nicht gewöhnt, erklärt Zolli-Tierarzt Christian Wenker. Auch müssen die Kattas medizinische Untersuchungen über sich ergehen lassen, bevor sie zu ihren drei Basler Artgenossen stossen dürfen.

Bereits kurz nach deren Ankunft letzte Woche erkannte Wenker ein grosses Problem: «Die zwei Männchen sind zu dick.» Sie seien fast vier Kilo schwer, normal wäre unter drei. «Übergewicht ist bei Affen häufig ein Thema, denn sie lieben Früchte.» Die Früchte hier seien aber stark zuckerhaltig. «In ihrem Heimatland Madagaskar ernähren sich die Affen halt von Blättern und Heuschrecken.»

Katta-Gruppe soll sich vergrössern

Der Einzug neuer Tiere in den Basler Zoo ist keine Seltenheit – wöchentlich werden Tiere ausgetauscht, wie Wenker erklärt. Dies im Zuge der Zuchterhaltung. So auch bei den Kattas: «Wir haben in Basel nur noch drei 13-Jährige.» Normalerweise aber leben diese in Gruppen von bis zu 30 Tieren. «Die vier Neuen sorgen nun auch für einen Generationenwechsel, und wir hoffen auf Nachwuchs», erklärt Wenker. Wichtig zu wissen: Bei den Kattas herrscht das Matriarchat. Wird Futter im Gehege verteilt, übernehmen Gijs und Tarzan das Zepter – die Männchen stehen hinten an.

Bunte Schönheit

Rassezucht ist auch im Kinderzolli bei den Seiden- und Orpington-Hühnern angesagt. Diese werden nämlich Nacht für Nacht von ungebetenen Gästen wie Füchsen oder Mardern überrascht, die die Tiere reissen. Die Orpington sind Hühner mit vielfarbigem Federkleid: schwarz, braun, weiss, beige, grau-blau oder gelb. Da aber regelmässig Tiere gejagt werden, sei es schwierig, Hühner in allen Farben zu halten, führt Andreas Heldstab aus, Kurator des Kinderzoos. Aus diesem Grund erhielt der Zolli vor zwei Wochen acht verschiedenfarbige Orpingtonhühner von Privatpersonen. Auf diese Weise sollen die bunten Schönheiten aller Farben zusammenfinden.