Die Bahnhofunterführung in Lausen stand am Montagmorgen unter Wasser. An der Industriestrasse, die entlang der Bahngleise verläuft, barst kurz vor 6 Uhr eine Wasserleitung. Daraufhin sprudelten 6000 Liter Wasser pro Minute aus dem Boden – auf direktem Weg in die Unterführung, wo das Wasser schliesslich bis zu einer Höhe von 1,70 Metern anstieg. Somit war der Durchgang zum gegenüberliegenden Perron versperrt.

Die SBB reagierten schnell auf den Vorfall und liessen die S3 in beide Richtungen nur noch auf der Nordseite des Bahnhofs halten. Denn die meisten Passagiere kommen von dieser Seite, wo sich auch der Dorfkern befindet. Normalerweise halten die Züge Richtung Basel auf der Südseite. Angestellte der SBB überquerten mit den dortigen Fahrgästen gemeinsam die Gleise.

Die in die Jahre gekommene Wasserleitung war kurz unterbrochen, bis die Reparaturarbeiten beendet waren. Die betroffenen Liegenschaften waren noch vor Mittag wieder an die Wasserversorgung angeschlossen. Die Unterführung wurde durch die Feuerwehr ausgepumpt. Sie konnte noch vor 8.30 Uhr wieder durchquert und der Bahnverkehr wieder normal geführt werden.

Telefonleitungen betroffen

Durch den Wasserschaden wurde der Belag der Industriestrasse heftig in Mitleidenschaft gezogen. Gemeindearbeiter flickten diesen am Montag temporär. Wegen der Temperaturen kann die definitive Reparatur erst nächsten Frühling erfolgen. Aufgrund des Strassenschadens konnte die Buslinie 76 am Montag den Bahnhof nicht ansteuern. Am Dienstag sollte sie wieder normal verkehren. Die Linie 78 war durch den Zwischenfall nicht tangiert.

In der Unterführung befindet sich auch ein Technikraum der Swisscom, der bei der Überschwemmung stark beschädigt wurde. Deshalb sind 280 Kunden in Lausen – darunter die Gemeindeverwaltung – von Telefon, Internet und Fernsehen abgeschnitten. Die Reparatur wird gemäss Swisscom rund eine Woche dauern.