Fünf Gemeindepräsidenten der FDP, SVP und CVP sowie eine CVP-Gemeinderätin stimmten an einer Medienkonferenz in Liestal eine Lobeshymne an auf das bürgerliche Viererticket, das ab 1. Juli als Regierungsmehrheit für Kontinuität im Baselbiet sorgen soll.

Sie stellen sich vorbehaltlos hinter die Bisherigen Monica Gschwind (FDP), Anton Lauber (CVP) und Thomas Weber (SVP) sowie den SVP-Kandidaten Thomas de Courten.

«Konsequent bürgerlich»

«Dieses bürgerliche Team vereint ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Erfahrungen», erklärt Münchensteins Gemeindepräsident Giorgio Lüthi (CVP). Nicole Nüssli, FDP-Gemeindepräsidentin von Allschwil, blickt auf eine «gute Zusammenarbeit» mit der Baselbieter Regierung zurück.

Dies soll auch künftig so sein. Zwingens Gemeindepräsident Ermando Imondi (SVP) ist überzeugt, dass das bürgerliche Viererticket nicht nur für das Baselbiet, sondern vor allem auch fürs Laufental die «beste Lösung» ist.

Christine Mangold (FDP), Gemeindepräsidentin von Gelterkinden, stellt fest, dass im Kanton ein politischer Kulturwandel stattgefunden hat. Ein solcher Kulturwandel sei aber nur mit Regierungsmitgliedern möglich, «die liberal und föderalistisch denken». Der Buckter SVP-Gemeindepräsident Peter Riebli betont: «Dass wir heute wieder gut dastehen, dass das Baselbiet wieder über klare Entwicklungsperspektiven verfügt, ist der konsequenten bürgerlichen Finanzpolitik der letzten Jahre zu verdanken.»

Auch Jaqueline Blatter, CVP-Gemeinderätin in Pfeffingen, findet nur lobende Worte: Die bürgerlichen Regierungsmitglieder hätten verschiedene soziale Themen von Grund auf angepackt und dabei «sehr gute, vor allem zukunftsfähige Lösungen» gefunden.

Breitseite gegen SP-Kandidatin

Die sechs Gemeindevertreterinnen und -vertreter unterstreichen, dass Nationalrat Thomas de Courten ein «bestens qualifizierter» Regierungskandidat sei mit einem Draht nach Bundesbern. Sie tönen auch an, dass sie mit Isaac Reber als Grünen-Regierungsrat weitere vier Jahre gut leben könnten.

Hingegen sprechen die Gemeindevertreter der SP-Kandidatin Kathrin Schweizer Persönlichkeit, Teamfähigkeit und Kompromissbereitschaft ab. «Schweizer hat keine eigene Meinung», sagt Imondi. «Thomas de Courten ist weniger Parteisoldat als Kathrin Schweizer», ist Lüthi überzeugt und ergänzt: Er müsse Schweizer die Teamfähigkeit ein wenig absprechen, sie lasse sich zu fest von der Partei leiten.

«Eine rein ideologisch geführte Verkehrspolitik respektive die einseitige Fokussierung auf den Ausbau von öV und Langsamverkehr wären für Allschwil fatal», führt Nüssli aus und setzt noch einen drauf: «Die Zeit drängt. Wir können uns keine Lehrzeit mit Kathrin Schweizer leisten.»