Heute verfügt die BLKB über Filialen in 22 Orten des Landkantons sowie eine für reiche Kunden in Basel und ein Bankmobil – die Bank auf Rädern fährt derzeit sechs Gemeinden fahrplanmässig an. Künftig sollen nur noch an 18 festen Standorten Berater und Beraterinnen vor Ort Kunden bedienen, wie die Bank am Freitag mitteilte.

Die bereits heute reduziert geöffnete Kleinfiliale Reigoldswil werde im Laufe des Jahres ganz geschlossen – der Bancomat bleibe dort. Zudem sind statt einem Standort (Lausen) künftig vier (Füllinsdorf, Birsfelden, Münchenstein neu) Selbstbedienungslokale mit Automaten und Videoberatung; live-Beratungen gib es künftig nur auf Termin.

Von den weiterhin bedienten Standorten sind drei (Liestal, Arlesheim und Binningen) als «Beratungsbanken mit Zentrumsfunktion» top klassiert. Die zweite Klasse von bedienten «Beratungsbanken» samt Automaten und Videoberatung umfasst 15 Standorte inklusive Spezialfall Basel, wobei jedoch nicht alle das ganze Spektrum bieten.

Noch zehn Landfilialen mit Schalterangebot

Schaltertransaktionen sind gemäss Mitteilung an 7 dieser 15 Filialen (Allschwil, Laufen, Muttenz, Therwil, Gelterkinden, Oberdorf, Reinach) vorgesehen. An sieben weiteren Standorten (Aesch, Breitenbach, Bubendorf, Ettingen, Oberwil, Pratteln, Sissach) quasi dritter Klasse sei «kein klassisches Schalterangebot mehr geplant».

Die Filialen sollen bis 2021 entsprechend umgebaut sein, wie die BLKB weiter mitteilte. Die Transformationspläne würden indes laufend überprüft. Gemäss einer Sprecherin können diese Pläne je nach Entwicklung noch angepasst werden.

Laut Communiqué ist ein «mittlerer zweistelliger Millionenbetrag» dafür veranschlagt, was man mit 30 bis 40 Millionen Franken übersetzen kann. Aus- und Weiterbildung des BLKB-Personals würden angepasst; entlassen werde niemand.

Gemäss der Sprecherin ist unter dem Strich kein Stellenabbau vorgesehen. An Schaltern brauche es in Zukunft weniger Personal, für Beratungen aber mehr.

Die BLKB hatte am 24. Februar für das vergangene Geschäftsjahr 2016 rückläufige Umsätze vermeldet: Der Geschäftserfolg sank um 4,1 Prozent auf 183,4 Millionen Franken, und der Geschäftsertrag sank um 0,9 Prozent auf 368,3 Millionen. Der Reingewinn stieg dank tieferer Reservenbildung dennoch um 2,4 Prozent auf 133,6 Millionen.