Mehrere Oberbaselbieter Dörfer haben am 10. Februar Gemeinderatsmandate neu zu besetzen. In vier Ortschaften stehen Kandidaturen bereit; dass dort Wahlen zustande kommen, ist so gut wie sicher. Noch keine offiziellen Bewerbungen gibt es in zwei Kommunen.

Doppelwahl

Die parteilosen Karin Liechti und Charles Rüedi stellen sich in Bubendorf der Wahl. Die 44-jährige Liechti ist als gelernte Kauffrau selbstständige Unternehmerin, verheiratet und Mutter zweier Töchter. Rüedi ist 54 Jahre alt und selbstständiger Informatiker. Er ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Töchtern. Beide Kandidaturen werden von der SVP und der FDP unterstützt.

Ersetzt werden müssen in Bubendorf Erwin Müller (parteilos), der als Gemeindepräsident auf Ende Juni zurücktritt, und Philipp Felber (SVP), der seine Demission als Gemeinderat auf Ende März eingereicht hat. Müller gehört seit bald 19 Jahren dem Bubendörfer Gemeinderat an, davon die vergangenen fast 15 Jahre als Präsident. Felber – seit Mitte 2015 in der Exekutive – tritt aus beruflichen Gründen zurück; er wechselt als Gemeindeverwalter von Zwingen nach Trimbach, wo er zu Beginn des kommenden Monats Gemeindeschreiber wird.

Zwei Frauen, ein Sitz

Im 720-Seelen-Ort Ramlinsburg kommt es zu einem Duell zweier Frauen um das vakant werdende Exekutivamt. Simone Mundschin und Claudia Regenass stehen in den Startlöchern und wollen Gemeinderats-Vizepräsidentin Christine Massafra-Verdun beerben. Diese zieht sich per Ende Juni zurück. Massafra ist seit bald 15 Jahren Gemeinderätin, von Anfang Juli 2012 bis Ende August 2013 war sie Gemeindepräsidentin.

Der 49-jährige Michael Bürgin (parteilos), Musiklehrer auf Gymnasialstufe, will neuer Gemeinderat von Bennwil werden. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Bürgin ist in Binningen aufgewachsen und wohnt seit gut zehn Jahren im Bauerndorf Bennwil. Gemeinderat Jonas Spörri, seit Mitte 2005 im Amt und für Finanzen, Planung sowie Kultur zuständig, macht familiäre Gründe für seine Demission per Ende Juni geltend.

In Anwil tritt der 1985 geborene Marco Ruepp zur Wahl an, um per 1. Juli Nachfolger von Ernst Möckli zu werden. Möckli kündigte an der vergangenen Gemeindeversammlung im November an, wegen gesundheitlicher Probleme auf Mitte dieses Jahres abzutreten. Er amtet seit sechs Jahren als Gemeindepräsident und gehört seit Juli 2002 der Anwiler Exekutive an.

Zwei Dörfer hoffen

Noch keine Lichter angegangen sind in Tecknau und Titterten. Dort fehlen noch offizielle Kandidaturen für die Gemeinderats-Ersatzwahlen vom 10. Februar.

In Tecknau, wo es laut Gemeindeverwaltung zwar eine interessierte Person gibt, deren Bewerbung aber noch nicht offiziell eingereicht worden ist, muss Peter Binggeli ersetzt werden. Dieser nimmt nach über zwölfjähriger Tätigkeit als Gemeinderat auf Ende Juni seinen Hut. Der Titterter Gemeinderat agiert nach dem sofortigen Rücktritt von Thomas Moor zu Beginn des vergangenen Dezembers momentan in Unterzahl. Moor wurde erst im August 2017 in die Exekutive gewählt.