An ihrer Synode am Montagabend in Liestal demonstrierten die Abgeordneten der römisch-katholischen Landeskirche Baselland Einigkeit und hiessen die Errichtung eines pastoralen Kompetenzzentrums bei wenigen Enthaltungen gut.

Die eigene Struktur der Baselbieter Katholiken ist Folge des Ausstiegs aus der gemeinsamen Fachstelle mit Basel-Stadt, die noch bis Ende Juni 2018 unter dem Namen «Katholisch BS BL» läuft. Der Baselbieter Landeskirchenrat hatte den Vertrag im Frühling 2017 einseitig aufgekündigt, was heftige Diskussionen auslöste.

Gleich teuer wie vorher

Der Streit scheint nun beigelegt: An der Synode gab es zur neuen Fachstelle keinerlei kritische Voten mehr. Die Synodalen genehmigten dafür insgesamt 240 Stellenprozente für die Bereiche Diakonie, Bildung, Kommunikation und Sekretariat; dies ab dem 1. Juli 2018. Zudem hiessen sie ein Kostendach von 362'000 Franken pro Jahr gut; davon sollen maximal 292'000 Franken auf Personalkosten entfallen.

Die neue Fachstelle kommt die Landeskirche Baselland ungefähr gleich teuer zu stehen, wie zuvor die bikantonal finanzierte, die mit 300'000 Franken zu Buche schlug. «Wir haben den Vertrag nicht gekündigt, weil wir Geld sparen wollten. Im Vordergrund stand der Wunsch, eine Fachstelle zu haben, die auf die Bedürfnisse der Baselbieter Pfarreien zugeschnitten ist», sagte Felix Wehrle, Präsident der Kirchgemeinde Muttenz, nach der Versammlung zur bz.

Nach dem Entscheid der Synode soll das Grobkonzept nun verfeinert werden. Das neue Kompetenzzentrum versteht sich als zentrale Anlaufstelle für die Pfarreien. Welche konkreten Aufgaben dieses wahrnehmen könnte, erläuterte Projektleiter Albert Schnyder an einem Beispiel aus jüngster Vergangenheit: So hätte die Fachstelle zum Jubiläum «600 Jahre Bruder Klaus» ein Paket auf die Beine stellen können, aus dem die Pfarreien je nach Bedürfnis Dienstleistungen bezogen hätten.