Mit den neuen Volksbegehren setzt das Komitee Druck auf dafür, dass von ihm schon in früheren Initiativen aufs Tapet gebrachte Begehren in seinem Sinn umgesetzt werden. So verlangt die formulierte Initiative "Mille feuilles, Clin d'Oeil und New World durch gute Schulbücher ersetzen", dass diese Sprachlehrmittel an der Volksschule nicht mehr eingesetzt werden dürfen.

Die gleiche Forderung beinhaltete schon eine unformulierte Initiative, die den Ausstieg aus dem Fremdsprachenprojekt "Passepartout" verlangt hatte und welchem der Landrat im Februar zustimmte. Nun befürchtet das Komitee, dass die Regierung in der Gesetzesvorlage die umstrittenen Passepartout-Lehrmittel weiterhin zulässt, wie das Komitee am Mittwoch mitteile.

Mit der zweiten Initiative will das Komitee die Anzahl der Kompetenzbeschreibungen im Bildungsgesetz auf maximal 1000 beschränken. Dies sei eine vernünftige und zu bewältigende Zahl im Gegensatz zu den 3500 Kompetenzbeschreibungen, die heute den Lehrplan Volksschule Baselland visuell und textlich dominierten.

Das Komitee begründet dieses Volksbegehren damit, dass die Bildungsdirektion ihr Versprechen, im Lehrplan und in der Kommunikation Stoffinhalte und Kompetenzbeschreibungen gleich zu gewichten, nicht eingehalten habe. Dieses Versprechen sei jedoch der entscheidende Grund für den Rückzug einer ebenfalls vom Komitee lancierten Initiative gewesen.

Es handelt sich dabei um die zurückgezogene Initiative "Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen". Den Gegenvorschlag dazu hatte das Baselbieter Stimmvolk im Juni mit 85 Prozent Ja-Stimmen angenommen.