Die Weisheit, dass man keiner Statistik trauen soll, die man nicht selber gefälscht hat, und die übrigens nicht von Winston Churchill stammt, wie ein deutscher Archivar herausgefunden hat, lassen wir an dieser Stelle bewusst aussen vor. Ebenso wenig spielen wir den Spielverderber, indem wir deutsche Expertenmeinungen zitieren, die behaupten, dass der Rückgang der Einbruchskriminalität in und um die Schweiz herum hauptsächlich mit einer grossen Verlagerungswelle der Bandenkriminalität nach Nord- und Ostdeutschland zu tun hat.

Tatsache ist: Die Baselbieter Sicherheitsbehörden sind in den vergangenen Jahren viel und oft für den Anstieg der Einbruchszahlen kritisiert worden. Also dürfen sie jetzt auch einmal die Lorbeeren für ihre nachweislich grossen Bemühungen einheimsen. Darum, liebe Polizeiangehörige, soll gelten: Kompliment, gut gemacht, und danke für all die Einsätze bei Nacht, Wind und Wetter!

Gleichzeitig hat der vor allem präventiv geführte Kampf gegen die Kriminaltouristen noch eine andere, übergeordnete Bedeutung. Die von den Gemeinden gewünschte Postenpräsenz der Polizei in ihrer Nähe hat sich endgültig und für alle sichtbar als Relikt aus der Vergangenheit erwiesen. Erfolgreiche Polizeiarbeit ist heute mobil, flexibel und unberechenbar – gerade im weitgefächerten Landkanton. Das geht dann zwar zulasten des viel beschworenen «subjektiven Sicherheitsgefühls».

Wenn links und rechts die Polizeiposten verschwinden, oder es tatsächlich passiert, dass der Einsatzwagen 20 Minuten benötigt, bis er einen Einsatzort im Laufental erreicht, dann sehnen sich viele nach dem guten alten Dorf-Sheriff zurück. Auch versprechen sich viele Gemeinden mehr von eigenen, erst noch billigeren Ordnungsdiensten, statt diese bei der Kantonspolizei einzukaufen. Die Gesamtlage im überdurchschnittlich sicheren Kanton Baselland zeigt aber mehr denn je, dass es diesen Parameterwechsel verträgt – und dass er richtig ist.