«Früher bin ich mit dem Rasenmäher einfach drauflos gefahren», erzählt Toni Mathis von den Anfängen des Mais-Labyrinths vor rund 15 Jahren. Seit er die Publikumsattraktion seinem Sohn Samuel übergeben hat, entstehen von Jahr zu Jahr aufwendigere Kreationen; in diesem Jahr sogar erstmals auf Vorlage seiner Freundin, erzählt Mathis Junior. «Das Mähen geschieht, wenn der Mais knapp kniehoch ist. Ich markiere dann jeweils gewisse Punkte anhand der Vorlage und freue mich, wenn es tatsächlich aufgeht.»

Um die Kreation zu überprüfen, hat er in den vergangenen Jahren eine Drohne übers Maisfeld aufsteigen lassen – in diesem Jahr hat die bz diese Aufgabe übernommen. Aus der Höhe betrachtet scheint das Labyrinth klein, dabei hat es die Grösse von zwei Fussballfeldern und ist sogar von Satelliten sichtbar. Die Version vom letzten Jahr erscheint in der Satellitenbild-Ansicht von Google Maps.

Anhand einer Zeichnung seiner Freundin hat Samuel Mathis in diesem Jahr das Maislabyrinth als Blume mit Insekt gestaltet. Die Attraktion eröffnet am Samstag.

Anhand einer Zeichnung seiner Freundin hat Samuel Mathis in diesem Jahr das Maislabyrinth als Blume mit Insekt gestaltet. Die Attraktion eröffnet am Samstag.

«Buurehof zum Aalänge»

Ab Samstag ist das Labyrinth wieder zugänglich, im Innern sind nebst Spielgeräten und zahlreichen Überraschungen auch lauschige Plätzchen mit Feuerstellen zu finden. Mathis Senior sagt: «Unser Hof hat sich zum beliebten Ausflugsziel für Familien entwickelt und wurde für uns zu einem wichtigen Standbein.»

An die zahlreichen Besucher habe er sich zunächst gewöhnen müssen, auch daran, dass halt mal eines der zur Verfügung gestellten Kindervelos nicht zurückgestellt wird und die Hofeinfahrt versperrt. «Einfach nicht aufregen», laute seine Devise. Kinder sind auf dem Hof ganzjährlich willkommen, es sei ein «Buurehof zum Aalänge», sagt Mathis Senior. «Wir sind 1996 von einem alten Bauernhof im Dorfkern von Bottmingen weggezogen und haben diesen Hof gebaut.» Kühe, Hühner, Pfauen, Esel, Wollschweine, Katzen – all das gebe es zu bestaunen, dazu ein selbst gebauter Spielplatz.

Attraktion wird Kuhfutter

Gleich neben dem Maislabyrinth – am unteren Bildrand zu sehen – wächst die zweite Spezialität heran: Kürbisse. In allen Farben und Formen, 250 verschiedene Sorten sind ab Mitte August im Angebot, sowohl essbare als auch Zierkürbisse. Und ab 1. Dezember werden Christbäume verkauft, keine importierten, sondern «echte Bottminger», wie es auf der Website heisst. Sogar ein Christbaum-Event mit der Möglichkeit, die Bäume selbst direkt auf dem Feld zu schneiden, wird vom Mathis-Hof angeboten.

Doch zurück zum Maislabyrinth: Dieses ist bis Mitte Oktober zugänglich, dann müssen selbst die abenteuerlustigsten Entdecker weichen, damit die Pflanzen ihren eigentlichen Zweck erfüllen können. «Dann wird der Mais wie auf jedem anderen Feld geerntet und zu Tierfutter verarbeitet. Denn verschwendet wird hier gar nichts», sagt Mathis Senior.

Das Maislabyrinth auf dem Mathis-Hof
(Dubackerweg 2, Bottmingen) ist ab diesem Samstag bis Mitte Oktober geöffnet, jeweils von 8 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf, für Kinder drei Franken. Anreise mit dem Bus 37 oder 47 bis Fiechthag. Weitere Informationen: www.mathis-hof.ch