Am Montag teilte das Co-Präsidium des Komitees für den öV in den Randregionen mit, dass es das Referendum gegen die Aufhebung des Läufelfingerli ergreife. Doch das ist offensichtlich gar nicht so einfach.

So ist derzeit auch Co-Präsident Jürg Degen (SP) nicht klar, gegen welche Teile des Landratsbeschlusses sich das Referendum genau richten kann. Degen erläutert: «Wir sind in rechtlichen Abklärungen. Denkbar sind zwei Möglichkeiten: Entweder wir ergreifen das Referendum gegen die Jahre 2020 und 2021 des Generellen öV-Leistungsauftrags für die Jahre 2018 bis 2021.

Sollte das nicht möglich sein, müssen wir gegen den ganzen öV-Leistungsauftrag antreten.» Zur Erklärung: Ab 2020 beinhaltet der Generelle Leistungsauftrag (GLA) eine Buserschliessung fürs Homburgertal anstelle des Läufelfingerlis. So oder so wird die Position des Komitees aber nicht einfach.

Es könnte «tragisch» werden

Denn weil eine isolierte Bekämpfung der Streichung des Läufelfingerlis offenbar nicht möglich ist, richtet sich das Referendum nolens volens auch gegen völlig unbestrittene Elemente des GLA. Müsste das Komitee das Referendum gegen den ganzen Leistungsauftrag ergreifen, hätte das zusätzlich erschwerende Konsequenzen. Dazu Degen: «Das ist die tragische Variante, weil dann der bisherige Leistungsauftrag vorläufig weiterlaufen würde.»

Tragisch daran ist, dass damit die fünf Gemeinden Bennwil, Lampenberg, Lauwil, Liedertswil und Ramlinsburg weiterhin an Wochenenden keine Busverbindungen hätten, bis Klarheit über den Nachfolge-GLA bestünde. Aber für Degen steht fest: «Wir haben nur mit einem Referendum eine Chance, das Läufelfingerli über das Jahr 2019 hinaus zu erhalten, auch wenn es zu negativen Begleiterscheinungen kommen kann.»

Degen erhofft sich nun bis morgen Donnerstag Gewissheit, wie das Referendum ausformuliert sein muss. Dann erscheint auch das Amtsblatt mit dem Landratsentscheid, was bedeutet, dass die Referendumsfrist zu laufen beginnt.

Den Referendumsentscheid hat das Co-Präsidium des Komitees für den öV in den Randregionen übrigens einstimmig gefällt. Allerdings waren nur sieben der elf Mitglieder an der Sitzung am Montag präsent. Degen ergänzt, dass von den vier Abwesenden zwei per Mail explizit ihre Unterstützung zugesagt hätten.

Lediglich von den beiden Gemeindepräsidenten von Buckten respektive Waldenburg, Peter Riebli (SVP) und Andrea Kaufmann (FDP), habe er keine inhaltliche Rückmeldung erhalten.