Wer momentan auf dem Areal der Landi in Laufen unterwegs ist, sollte sein Handy zücken und Fotos schiessen. Denn schon in wenigen Monaten wird das Gelände in der Nähe des Bahnhofs nicht wiederzuerkennen sein.

Die Landi hat vor, ihre in die Jahre gekommene Filiale und die Tankstelle abzureissen und neu zu bauen. Das Getreidesilo bleibt bestehen, der Agrarbereich davor wird etwa auf die Hälfte der Fläche reduziert. Dies, weil das Unternehmen weniger Lagerraum braucht. An der Laufner Gemeindeversammlung heute Abend befinden die Einwohnerinnen und Einwohner über den notwendigen Quartierplan Güterbahnhof Süd. Es ist zu erwarten, dass sie dem rund 8 Millionen Franken teuren Projekt ihren Segen geben.

Selbst wenn kaum mit Widerstand zu rechnen ist, werden sich die Verantwortlichen der Landi Reba AG (Region Basel) den Fragen der Laufner stellen. Sie müssen den Anwesenden erklären, weshalb die beliebte Autowaschanlage verschwindet. «Wir haben schlicht nicht genügend Platz auf dem Areal», sagt Beat Gisin, Geschäftsleiter der Landi Reba AG. Der Verkehrsfluss könnte nicht mehr gewährleistet werden. «Zudem würden Parkplätze wegfallen, die wir brauchen.» Es ist geplant, die Anzahl der Parkflächen von derzeit 55 auf 72 zu erhöhen. Auf dem Dach der neuen Filiale entsteht eine Photovoltaikanlage.

Brüchige Bausubstanz

Der Neubau wird in absoluten Zahlen etwas kleiner als der bisherige Laden. «Die praktische Verkaufsfläche ist aber mindestens gleich gross», erklärt Gisin. Im alten Bau gebe es durch nachträgliche Anbauten sehr viele Ecken und Verwinkelungen, die nur schlecht genutzt werden könnten. «Die Kunden haben heute einfach eine andere Vorstellung von einem Laden.» Mit dem Neubau wolle man den veränderten Bedürfnissen gerecht werden. Ebenso sei die Bausubstanz des Gebäudes aus den 1950er-Jahren alt und brüchig. Die neue Filiale rückt näher an das Entsorgungscenter Holzherr AG heran, während die Tankstelle nach hinten verschoben wird, wo sich heute die Autowaschanlage befindet. Die Grösse der Tankstelle bleibt gleich: zwei Tankinseln mit vier Tankplätzen.

Das Sortiment der Laufner Landi wird sich trotz des Neubaus nicht verändern. «Natürlich gibt es auch künftig Utensilien für den Garten, Pflanzen, Kleintierfutter, Haushaltsgeräte, Lebensmittel und Getränke», sagt Beat Gisin. Während der Umbauphase können die Kunden in einem Ladenprovisorium einkaufen. Den Bauern aus der Umgebung ist es möglich, ihr Getreide im Sommer problemlos nach Laufen zu bringen. Die Landi bleibe in Betrieb, jedoch mit eingeschränktem Angebot.

Eröffnung im Frühling 2019

Die Landi Reba AG, die weitere Filialen in Aesch, Gelterkinden und Bubendorf führt, ist zuversichtlich, im Spätsommer mit dem Abbruch in Laufen beginnen zu können. Läuft alles nach Plan, sind die neue Filiale und die Tankstelle im nächsten Frühling fertig. Dass man am aktuellen Standort bleiben möchte, war von Anfang an klar. Der Laufner Stadtpräsident Alex Imhof lobt die Genossenschaft: «Die Landi liegt hervorragend, ist bei der Bevölkerung etabliert und aus Laufen nicht mehr wegzudenken.»