Wer im Baselbiet auf den Kauf von Bauland angewiesen ist, um seinen Traum vom Eigenheim zu realisieren, muss immer tiefer in die Tasche greifen: Der durchschnittliche Preis für Wohnbauland lag Ende 2017 bei 1098 Franken pro Quadratmeter. Dies entspricht einer Zunahme von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Amt des Kantons Baselland mitteilt.

In den vergangenen 20 Jahren haben sich die Landpreise im Baselbiet gar verdoppelt. Nach einer moderaten Entwicklung in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren sind die Preise seit 2007 regelrecht explodiert.

Münchenstein auffallend tief

Allerdings sind die regionalen Unterschiede bei den Bodenpreisen sehr gross: Im stadtnahen Bezirk Arlesheim lag der Durchschnittspreis Ende vergangenen Jahres mit 1715 Franken pro Quadratmeter am höchsten; hier war mit 12,5 Prozent in bloss einem Jahr auch der Preisanstieg am stärksten. Im Bezirk Liestal, der Region mit dem zweithöchsten Durchschnittspreis, wurden pro Quadratmeter 828 Franken bezahlt – also nicht mal die Hälfte des Wertes des Bezirks Arlesheim. Im Bezirk Sissach kostete der Quadratmeter im Schnitt 513 Franken, im Bezirk Laufen 457 und im Bezirk Waldenburg 405 Franken.

Durchschnittswerte von über 1000 Franken erreichten ausschliesslich Gemeinden des Bezirks Arlesheim, umgekehrt waren Werte von unter 400 Franken pro Quadratmeter nur in den ländlichen Bezirken Sissach, Laufen und Waldenburg zu finden. Etwas vereinfacht gilt: Je näher an der Stadt, desto teurer das Bauland.

Am höchsten sind die Preise mit Werten von über 1600 Franken pro Quadratmeter in Binningen, Bottmingen, Reinach, Arlesheim und Birsfelden. Auf diese Spitzengruppe folgen Allschwil, Therwil und Muttenz mit Preisen zwischen 1300 und 1600 Franken. Münchenstein weist mit einem Preis von unter 1300 Franken einen auffallend tiefen Wert für eine an die Stadt grenzende Gemeinde auf. Die restlichen Gemeinden des Bezirks (Aesch, Pfeffingen, Ettingen, Biel-Benken und Schönenbuch) sind ebenfalls in dieser Kategorie zu finden.

400 Franken nur an Peripherie

Im Ergolztal zwischen Pratteln und Gelterkinden weisen viele Gemeinden Durchschnittspreise von 700 bis 1000 Franken für den Quadratmeter Bauland auf. Im Laufental sowie im Bezirk Sissach liegen diese vielerorts zwischen 400 und 700 Franken. Bauland für unter 400 Franken gibts mittlerweile nur noch in peripheren Gemeinden des Kantons wie etwa Liesberg, Läufelfingen, Zeglingen oder Rothenfluh.

Der Bezirk Arlesheim schwingt entsprechend der Quadratmeterpreise auch bei den Landverkäufen obenaus: So wurden rund 45 Prozent sämtlicher Verkäufe hier getätigt und dabei 1,4 Milliarden Franken umgesetzt. Das Gesamtvolumen liegt im Baselbiet bei 2,6 Milliarden. In allen Bezirken ausser in Laufen nahmen die umgesetzten Werte stark zu.