Das Parlament folgte mit seinem einstimmigen Entscheid am Donnerstag dem Antrag seiner Justiz- und Sicherheitskommission. Der Landrat hatte die Behandlungsfrist der Initiative schon im Mai 2016 um zwei Jahre verlängert gehabt.

Die formulierte Verfassungsinitiative war im November 2014 mit 2311 Unterschriften eingereicht worden. Lanciert hatte sie ein Komitee um den früheren FDP-Nationalrat Hans Rudolf Gysin.

Die Regierung hat sich bereits gegen die Initiative gestellt. Die Initiative sei der falsche Weg, um die Aufwertung von Baselland zu einem Vollkanton zur erreichen. Insbesondere die Vorgabe, dass sie eine Volksinitiative in die Wege leiten soll, lehnt die Regierung ab.

Diesen Bedenken soll ein Gegenvorschlag nun Rechnung tragen. Das Initiativkomitee zeigte sich gemäss Kommissionsbericht mit dem Vorgehen einverstanden.

Der Auftrag an die politischen Behörden des Kantons, sich für einen Vollkanton einzusetzen, war 1988 in die Baselbieter Kantonsverfassung aufgenommen worden. Die eidgenössischen Räte hatten letztmals 2001 eine Standesinitiative für einen Vollkanton Baselland abgelehnt.