Das Parlament überwies den Vorstoss am Donnerstag mit 52 zu 33 Stimmen an die Exekutive. Das Postulat will, dass die Regierung die Planung und Projektierung einer Umfahrungsstrasse insbesondere für die Gemeinden Oberwil und Therwil prüft. Diese drohten zusehends im Verkehr zu ersticken, wurde die Forderung begründet.

Unterstützt wurde der Vorstoss von den bürgerlichen Fraktionen. Dagegen stellten sich SP, Grüne, die Fraktion von Grünen Unabhängigen und GLP sowie einzelne CVP-Ratsmitglieder. Sie warnten davor, dass so die umstrittene Südumfahrung wieder aufs Tapet kommen könnte, und wollten die nächsten Schritte der Regierung im ELBA-Dossier abwarten.

Baudirektorin Sabine Pegoraro sagte, das Volk habe am 8. November den Richtplaneintrag der ELBA-Variante "Ausbau" und den Projektierungskredit von 11,2 Millionen Franken abgelehnt. Der Regierungsentscheid für die Ausbau-Variante bestehe aber noch; darüber könne der Rat aufgrund eines Vorstosses zugunsten der Varante "Umbau" 2016 entscheiden.

Die Regierung werde jetzt mit den Gemeinden im Gebiet über weitere Lösungen sprechen. In beiden ELBA-Varianten seien indes Elemente des SVP-Vorstosses drin. Die Regierung sei daher bereit, diesen als Postulat entgegen zu nehmen. Schon zuvor hatte der Postulant seinen zuerst als Motion eingereichten Vorstoss in ein Postulat umgewandelt, das schliesslich überwiesen wurde.