Die Sanierung koste trotz der Verzögerung weiterhin - wie im vergangenen Mai angekündigt - rund 20 Mio. Euro, sagte ein Sprecher der Gruppe «GI DRB», welche die verantwortlichen Chemiefirmen vertritt. Anpassungen etwa am grossen Plastikdach über der alten Mischdeponie würden nur unwesentliche Mehrkosten verursachen.

Während der von französischen Behörden bewilligten Sanierung, bei der die gut 24'000 Kubikmeter Deponiematerial plus gut 10'000 Kubikmeter Abdeckung ausgehoben werden, wird die Luft gefiltert und das Grundwasser abgepumpt und entsorgt. Nach Abschluss werde dieses dann noch etwa ein Jahr überwacht.

Roemisloch in den Startlöchern

Auch die Sanierung der rund zwei Kilometer entfernten Deponie «Roemisloch» in Neuwiller (F) soll noch im laufenden Jahr begonnen und abgeschlossen werden, sagte der Sprecher auf Anfrage. Parallele Arbeit mit dem «Letten» ermögliche Synergien, etwa dank der gleichen Projektorganisation. Die Kosten seien noch nicht bekannt.

Die im 5300 Quadratmeter grossen «Le Letten»-Areal liegenden Abfälle sollen mitsamt damit vermischten Materialien in Deutschland entsorgt werden. Rund ein Zehntel der insgesamt 35'000 Kubikmeter Abfälle hatte die Basler chemische und pharmazeutische Industrie 1957-60 angeliefert; daneben liegen auch Bauschutt und Gewerbemüll.

Die Decke der seit den 60er-Jahren geschlossenen und überwachsenen Deponie soll nach Abschluss der Arbeiten wieder aufgefüllt werden. Für die als freiwillig bezeichnete Sanierung hat die «GI DRB» die deutsche HIM GmbH als Generalunternehmerin beauftragt. Die Deponie liegt rund 300 Meter neben der Schweizer Landesgrenze.