SP-Landrat Martin Rüegg steht am 29. Juni vor dem Kantonsgericht. Als Klassenlehrer des Liestaler Gymnasiums kämpft er um seine Autorität.

Gemäss Recherchen der "Schweiz am Sonntag" wirft er der Schulleitung vor, ihre Kompetenz überschritten zu haben. Diese entschärfte ein Zeugnis, dass Rüegg einer notorischen Schwänzerin ausstellen wollte.

Die Schulleitung reduzierte die Anzahl unentschuldigter Absenzen, nachdem die Schülerin einen Anwalt eingeschaltet und mit einer Beschwerde gedroht hatte. An ihrer Stelle reichte Rüegg Beschwerde ein.

Vor dem Schulrat und der Regierung blitzte er ab. Er schrieb: «Wenn dieses Beispiel Schule macht, dann ist es um die Hausgewalt der Schule und der Lehrer geschehen.»

Zeugnisse würden zum reinen Wunschkonzert. Anwälte werden an Schulen zunehmend aufgeboten. Die Zahl der Rechtsfälle des Lehrervereins verdoppelte sich seit dem Jahr 2000.