Die Zahlen sind beeindruckend. Über ein Viertel der Baselbieter Bevölkerung lebt in der Region Leimental. Die neun meist wohlhabenden Gemeinden tragen zwei Drittel zum kantonalen Finanzausgleich bei. Jetzt wollen die Ortschaften entlang des Laufs des Birsig auch ihre Planung enger aufeinander abstimmen. Gemeinsam mit den vier Gemeinden im Solothurnischen Leimental haben sie gestern in Bottmingen feierlich ein Raumkonzept verabschiedet – ebenso eine Charta, welche die 13 Vertragsgemeinden zur Umsetzung verpflichtet.

Zum Festakt im Weiherschloss erschienen Baselbieter Vertreter aus Allschwil, Biel-Benken, Binningen, Bottmingen, Burg, Ettingen, Oberwil, Schönenbuch und Therwil sowie die Solothurner Kollegen aus Bättwil, Hofstetten-Flüh, Rodersdorf und Witterswil.

Elsässer machen nicht mit

Bisher sei die Zusammenarbeit zwischen den Behörden eher themenbezogen gewesen, sagte der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf. Er nannte als Beispiele den Zivilschutz und die Kesb Leimental. Mit dem Raumkonzept sei nun die Stossrichtung der ganzen Region klar. Im Konzept wird mit einem Bevölkerungswachstum in der Höhe von 10 000 Einwohnern bis 2035 gerechnet, heute leben rund 83 000 Menschen zwischen Allschwil und Rodersdorf. Bei den Arbeitsplätzen ist der Zuwachs noch grösser: Zu den bestehenden 23 000 Jobs sollen weitere 8000 hinzukommen.

Laut dem Konzept gibt es eine klare räumliche Aufgabenteilung. Das Wirtschaftswachstum ist für das Bachgrabengebiet in Allschwil vorgesehen. Die neuen Einwohner sollen sich vor allem längs der Tramlinien 10 und 17 ansiedeln. Das Hintere Leimental dient der Erholung.
Es gab am Festakt aber auch Lücken. So blieben die geladenen Gäste der Partnergemeinden im Französischen Leimental der Veranstaltung fern. Auch Metzerlen-Mariastein hat sich nicht zu einem Beitritt zur Region durchringen können.