Fast im Monatsrhythmus genehmigte das Liestaler Stadtparlament in den letzten Jahren Quartierpläne. Doch mit Ausnahme des Bahnhofsareals waren kaum Grossbaustellen zu sehen. Und schon mokierten sich die Spötter darüber, dass Liestal vor allem Papiertiger für die Fantasie produziere.
Dass aber im Kantonshauptort die Fehler der Vergangenheit, als vieles geplant, aber praktisch nie etwas realisiert wurde, nicht wiederholt werden sollen, wird immer sichtbarer. Derzeit wird eine Grossbaustelle nach der andern eröffnet.

Die bz nahm die fünf grössten Projekte, bei denen bereits mit dem Bau begonnen worden ist, oder der Baubeginn unmittelbar bevorsteht, unter die Lupe.

Das Fazit: Allein in diese Grossbaustellen werden an die 200 Millionen Franken investiert. Das kommt vor allem Liestals Wohnungsangebot zugute, das um 250 Einheiten wächst; dies mehrheitlich in einem gehobeneren Preissegment. Dazu kommen noch diverse kleinere Bauten. Und weitere Grossbaustellen sind in Vorbereitung und dürften innerhalb eines Jahres starten.

Wo gleichzeitig viel Altes abgerissen und Neues gebaut wird, besteht immer auch die Gefahr, dass ein Verlust des Heimatgefühls entsteht. Hier hat Liestal aber den Vorteil, dass das , was am meisten Identität verleiht, nicht gross verändert werden darf: die Altstadt.

Die mit knapp 8000 Quadratmeter grösste Baustelle besteht im Geviert Rebgasse-Weierweg-Gasstrasse. Hier sind 94 Mietwohnungen und Dienstleistungen wie Läden und Büros in einem abgewinkelten, in der Höhe gestaffelten Bau geplant (siehe Visualisierung). Bauherrin ist die Bâloise, die «einen zweistelligen Millionenbetrag» investiert, wie Sprecher Amos Winteler sagt. Genaueres will er dazu nicht preisgeben. Auch zur zu erwartenden Höhe der Mietzinsen gibt es derzeit keine Informationen. Diese seien noch nicht fix, so Winteler weiter. Mit dem Bau soll in den Sommerferien begonnen werden, Anfang 2017 wären dann die Wohnungen bezugsbereit. Noch liegt allerdings die Baubewilligung nicht vor. Die Zeit wird jetzt genutzt, um die notwendige Altlastensanierung vorzunehmen. Dies heisst, dass das Erdreich dort abgetragen wird, wo vormals eine Lastwagen-Tankstelle stand.

Weierweg

Die mit knapp 8000 Quadratmeter grösste Baustelle besteht im Geviert Rebgasse-Weierweg-Gasstrasse. Hier sind 94 Mietwohnungen und Dienstleistungen wie Läden und Büros in einem abgewinkelten, in der Höhe gestaffelten Bau geplant (siehe Visualisierung). Bauherrin ist die Bâloise, die «einen zweistelligen Millionenbetrag» investiert, wie Sprecher Amos Winteler sagt. Genaueres will er dazu nicht preisgeben. Auch zur zu erwartenden Höhe der Mietzinsen gibt es derzeit keine Informationen. Diese seien noch nicht fix, so Winteler weiter. Mit dem Bau soll in den Sommerferien begonnen werden, Anfang 2017 wären dann die Wohnungen bezugsbereit. Noch liegt allerdings die Baubewilligung nicht vor. Die Zeit wird jetzt genutzt, um die notwendige Altlastensanierung vorzunehmen. Dies heisst, dass das Erdreich dort abgetragen wird, wo vormals eine Lastwagen-Tankstelle stand.

Die beiden fünfstöckigen Gebäude von «Zentral Liestal» gegenüber dem Bahnhof sind in der Höhe fast fertig gebaut. Sie beinhalten 48 Mietwohnungen im oberen Preissegment (monatlicher Mietzins ab rund 1500 Franken). In den beiden Erdgeschossen werden Credit Suisse, Migros Bank, Bäckerei Ziegler Brot, die Zahnarztpraxis Dent Care Clinic sowie ein Anwaltsbüro einziehen. Das sollte laut Rolf Bühler von der Mettler2Invest, die in diesem Fall Totalunternehmerin ist, nächsten Februar der Fall sein. Der Umzug von Credit Suisse und Dent Care Clinic löst die nächste Grossbaustelle in Liestal aus: Dann werden die Wohn- und Geschäftsgebäude im Geviert Rheinstrasse-Rebgasse, wo die beiden Unternehmen jetzt einquartiert sind, abgerissen und durch den «Rebgarten» mit 75 Alterswohnungen und einer Pflegeabteilung mit 20 Betten ersetzt. Bauherrin von «Zentral Liestal» ist die Migros-Pensionskasse, die knapp 35 Millionen Franken investiert.

Zentral Liestal

Die beiden fünfstöckigen Gebäude von «Zentral Liestal» gegenüber dem Bahnhof sind in der Höhe fast fertig gebaut. Sie beinhalten 48 Mietwohnungen im oberen Preissegment (monatlicher Mietzins ab rund 1500 Franken). In den beiden Erdgeschossen werden Credit Suisse, Migros Bank, Bäckerei Ziegler Brot, die Zahnarztpraxis Dent Care Clinic sowie ein Anwaltsbüro einziehen. Das sollte laut Rolf Bühler von der Mettler2Invest, die in diesem Fall Totalunternehmerin ist, nächsten Februar der Fall sein. Der Umzug von Credit Suisse und Dent Care Clinic löst die nächste Grossbaustelle in Liestal aus: Dann werden die Wohn- und Geschäftsgebäude im Geviert Rheinstrasse-Rebgasse, wo die beiden Unternehmen jetzt einquartiert sind, abgerissen und durch den «Rebgarten» mit 75 Alterswohnungen und einer Pflegeabteilung mit 20 Betten ersetzt. Bauherrin von «Zentral Liestal» ist die Migros-Pensionskasse, die knapp 35 Millionen Franken investiert.

An der Kasernenstrasse unterhalb des Burgschulhauses entsteht die Überbauung «Residenz bim Stedtli» mit 15 Eigentumswohnungen, Büros und/oder Praxen sowie zwei Läden. Die Wohnungen bewegen sich im oberen Preissegment und kosten von knapp einer Million Franken an aufwärts. Die Firmen GPS Development AG aus Glarus und Gunzenhauser & Partner AG aus Basel investieren 17 Millionen Franken in den H-förmigen Bau. Laut Thomas Wandeler von Wandeler & Stocker Architekten GmbH in Liestal können die Räumlichkeiten im Herbst 2016 bezogen werden. Baustart ist im kommenden Mai.

Residenz bim Stedtli

An der Kasernenstrasse unterhalb des Burgschulhauses entsteht die Überbauung «Residenz bim Stedtli» mit 15 Eigentumswohnungen, Büros und/oder Praxen sowie zwei Läden. Die Wohnungen bewegen sich im oberen Preissegment und kosten von knapp einer Million Franken an aufwärts. Die Firmen GPS Development AG aus Glarus und Gunzenhauser & Partner AG aus Basel investieren 17 Millionen Franken in den H-förmigen Bau. Laut Thomas Wandeler von Wandeler & Stocker Architekten GmbH in Liestal können die Räumlichkeiten im Herbst 2016 bezogen werden. Baustart ist im kommenden Mai.

Die Überbauung «Grienmattpark» zwischen Gerberstrasse und Ergolz besteht aus einem dreigliedrigen Wohngebäude mit 25 Eigentums- und zehn Mietwohnungen sowie einem Bürogebäude. In Letzteres zieht die Firma Gebro Pharma AG, die derzeit einen kräftigen Steinwurf weiter am Gestadeckplatz ansässig ist. Das Investitionsvolumen für die Wohnungen beträgt laut Rolf Bühler von der Bauherrin Mettler2Invest (St. Gallen/Basel) knapp 30 Millionen Franken. Die Eigentumswohnungen kosten zwischen 450›000 und 850›000 Franken. Derzeit findet der Aushub statt, Ende Monat ist Baubeginn. Bezugsbereit sind die Wohnungen und das Bürogebäude im Herbst 2016.

Grienmattpark

Die Überbauung «Grienmattpark» zwischen Gerberstrasse und Ergolz besteht aus einem dreigliedrigen Wohngebäude mit 25 Eigentums- und zehn Mietwohnungen sowie einem Bürogebäude. In Letzteres zieht die Firma Gebro Pharma AG, die derzeit einen kräftigen Steinwurf weiter am Gestadeckplatz ansässig ist. Das Investitionsvolumen für die Wohnungen beträgt laut Rolf Bühler von der Bauherrin Mettler2Invest (St. Gallen/Basel) knapp 30 Millionen Franken. Die Eigentumswohnungen kosten zwischen 450›000 und 850›000 Franken. Derzeit findet der Aushub statt, Ende Monat ist Baubeginn. Bezugsbereit sind die Wohnungen und das Bürogebäude im Herbst 2016.

Beim «Burgunderpark» oberhalb des Gymnasiums sind zehn dreistöckige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 48 Eigentumswohnungen geplant. Derzeit im Bau ist die erste Etappe, die aus vier Häusern mit 20 Wohnungen besteht. Diese sind laut Architekt Thomas Wandeler vom Büro Wandeler & Stocker Architekten im nächsten Herbst fertig. Dann soll auch die zweite Bauetappe und ein Jahr später die dritte beginnen. Die Wohnungen kosten zwischen 837›000 (3½-Zimmer-Wohnung) und 1,6 Millionen Franken (Attika-Wohnung). Bauherrin ist die Sohewa AG aus Zug, vertreten durch die Schweizerische Treuhandgesellschaft in Basel. Die Gesamtanlagekosten belaufen sich auf rund 50 Millionen Franken.

Burgunderpark

Beim «Burgunderpark» oberhalb des Gymnasiums sind zehn dreistöckige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 48 Eigentumswohnungen geplant. Derzeit im Bau ist die erste Etappe, die aus vier Häusern mit 20 Wohnungen besteht. Diese sind laut Architekt Thomas Wandeler vom Büro Wandeler & Stocker Architekten im nächsten Herbst fertig. Dann soll auch die zweite Bauetappe und ein Jahr später die dritte beginnen. Die Wohnungen kosten zwischen 837›000 (3½-Zimmer-Wohnung) und 1,6 Millionen Franken (Attika-Wohnung). Bauherrin ist die Sohewa AG aus Zug, vertreten durch die Schweizerische Treuhandgesellschaft in Basel. Die Gesamtanlagekosten belaufen sich auf rund 50 Millionen Franken.