Rum, siebenjährig, im Flachmann. Den reicht «Fischi» grinsend herum. Der Hamburger, Stammgast der zweiten Rotte, gehört schon fast zum Inventar des Liestaler Banntags. Der war am Montag. Und wenn «Fischi», der eigentlich Frank heisst, am Dienstag nach Hause fliegt, bucht er bereits den nächsten Flug. Nach Basel. Zum Liestaler Banntag 2016. «Ist geil, gehört dazu», sagt er über den heiligsten aller heiligen Tage der Kantonshauptstadt. Und der bleibt ein Männerfest, daran liessen die Bannumgänger mit Stock und Hut und Maien keine Zweifel.

2016, das wird dann Banntag Nummer 611 sein. Doch noch pfeift die 610. Ausgabe in den Ohren von über 1000 Mann – und hie und da schmerzt der eine oder andere Sonnenbrand. Unter gefälligeren Wetterbedingungen hätte der Liestaler Banntag auch nicht stattfinden können. Es war warm und sonnig und die Muffen kühl und süffig. Da nimmt man einen Nachbrand – welcher Natur auch immer – gern in Kauf.

Banntag, das ist Wasserabschlag in freier Wildbahn, das ist Händeschütteln und Philosophie und vielleicht die letzte Bastion des Mannes von heute. Und es ist wandern, oder zu Neudeutsch, wie Rottenchef Beat Strübin nach dem traditionellen Besingen des Waldes verkündete, Walking. Und weil er nun endlich auch die Abkürzungen LG, BB und HDL (Liebe Grüsse, bis bald, hab Dich lieb) verstehe, habe er gleich eine neue Abkürzung erfunden: IDEWSBG: Isch das e wunderschöne Banntag gsi.

Weitere Eindrücke vom Liestaler Banntag 2015: