Wenn es im letzten Schuljahr vor der Matur an das Verfassen einer Maturarbeit geht, kommen die meisten Gymnasiastinnen und Gymnasiasten erst mal gehörig ins Schwitzen.

Es ist die eine grosse Frage, die sie alle umtreibt: Über wen oder was soll ich meine Arbeit schreiben? Die wenigsten wissen schon im Voraus, mit welchem Thema sie sich ein Jahr lang intensiv beschäftigen wollen.

Einer von ihnen ist der 19-jährige Dominik Jerkovic: «Für mich war schon immer klar, dass ich für meine Maturarbeit etwas konstruieren will.» Der angehende Maturand aus Liestal schritt dann sogleich zur Tat und machte sich an die Konstruktion einer elektrischen Gitarre aus Plexiglas. Über 150 Arbeitsstunden hat er investiert, hat Pläne ent- und wieder verworfen, hat gesägt, gebohrt, geleimt und geschraubt, bis er schliesslich ein überzeugendes Endprodukt in den Händen hielt. Es war sogar so überzeugend, dass Jerkovics Arbeit am Gymnasium Liestal mit 96 von 100 möglichen Punkten bewertet wurde und somit zu den besten seines Jahrgangs zählt. Zudem wurde die Arbeit mit dem Prädikat «herausragend» gewürdigt und entsprechend prämiert.

Plexiglas ist «supercool»

Auf die Frage, was ihn denn zu dieser Arbeit motiviert habe, weiss der junge Liestaler eine klare Antwort: «Musik und Handwerk sind Dinge, die mir enorm Spass machen.» Da sei es naheliegend gewesen, diese zwei Hobbys zu kombinieren und das Thema der Maturarbeit danach auszurichten, so der Gymnasiast.

Trotz allem Enthusiasmus räumt Dominik Jerkovic aber ein, dass es bei der Arbeit an seinem Projekt auch Schwierigkeiten gegeben habe. Wochenlang habe er verschiedene Materialien – unter anderem auch Glas oder Blech – getestet, bis er den geeigneten Rohstoff für seine Gitarre fand. Plexiglas lässt sich relativ leicht verarbeiten und ist trotzdem stabil. Zudem ist es transparent, was das Endprodukt laut Jerkovic so «supercool» mache. Dennoch kam es bei der Konstruktion der Gitarre immer wieder zu Komplikationen, die Dominik Jerkovic beinahe zum Aufgeben gebracht hatten: «Es gab im Verlauf der Arbeit oft frustrierende Momente», resümiert er nüchtern. Es seien aber gerade diese Rückschläge gewesen, die ihn zusätzlich angespornt hätten, erklärt der Maturand. Sein Durchhaltewillen hat sich offensichtlich ausgezahlt.