Noch vor zweieinhalb Jahren war die Welt in Ordnung und der Hightech-Knetmaschinenhersteller List AG erhielt den Unternehmerpreis des Swiss Venture Clubs. Das Unternehmen entwickelt Knetmaschinen für die Chemie- und Ölindustrie. Diese beiden Branchen laufen derzeit weltweit schlecht, weswegen die investitionen stocken. Dies trifft in diesem Fall den technologischen Weltmarktführer: Die List AG betont zwar, dass sie bereits im vergangenen Herbst Sparmassnahmen inklusive Kurzarbeit ergriffen habe. Doch die grosse Abhängigkeit von den konjunkturellen Zyklen habe in den "gegenwärtig schwachen Absatzmärkten zu einem enttäuschenden Geschäftsjahr 2015" geführt.

Lösung gesucht

"Aufgrund des grossen Mittelabflusses ist die Liquidität des Unternehmens nicht mehr gegeben, und es kann seine finanziellen Verbindlichkeiten, einschliesslich der März-Löhne der Mitarbeitenden, nicht mehr bedienen. Der Verwaltungsrat der LIST AG wird am 31. März über die notwendigen Schritte entscheiden", heisst es im Communique.

Das Management sei aber "nach wie vor von der grossen Qualität der innovativen Technologien und Produkte sowie der Kunden überzeugt". Es habe daher beschlossen, die Gründung einer Auffanggesellschaft zu prüfen und sich hierfür auf die Suche nach externen Investoren zu begeben. "Die neue Gesellschaft würde Teile des bestehenden Geschäfts, einschliesslich eines Teils der Belegschaft, übernehmen und hätte gute Aussichten auf eine gesicherte und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft."