Vor drei Jahren hat FDP-Landrat und Ständeratskandidat Christoph Buser das Amt als neuer Direktor bei der Wirtschaftskammer Baselland angetreten. Sein Ziel: Transparenz schaffen. Der Nachfolger von Hans-Rudolf Gysin hat dessen Werk jedoch nahtlos fortgesetzt und weiter ausgebaut, wie Recherchen der «Schweiz am Sonntag» zeigen.

Bei der Wirtschaftskammer werden nicht nur Gesetze gemacht, sondern diese auch so ausgestaltet, dass mit ihrer Umsetzung Organe der Wirtschaftskammer beauftragt werden. Die Ständeratskandidatur von Buser (FDP) macht die Machtballung nun zum Politikum. Parlamentarische Vorstösse verlangen von der Baselbieter Regierung Auskunft über ihre Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverband. 

Eine Motion von Klaus Kirchmayr (Grüne) fordert aus Gründen der Corporate Governance sogar den Ausschluss von Buser und seinem Vize Markus Meier (SVP) aus dem Landrat.