Für rund drei Millionen Franken wurde Mohamed Salah 2012 nach Basel geholt, jetzt zieht er für eine kolportierte Ablösesumme von 20 Millionen weiter in den Westen Londons zum FC Chelsea. Der FC Basel streicht aber nicht nur eine Rekordablösesumme ein, sondern gewinnt noch viel mehr: Ansehen.

Im Rahmen der Swissbau auf den Transfer des Ägypters angesprochen, zeigt sich auch FCB-Captain Marco Streller begeistert: «Es macht uns alle stolz, dass wir nach Xherdan Shaqiri (wechselte im Sommer 2012 zum FC Bayern München) erneut einen Spieler für gutes Geld verkaufen konnten. Für junge Talente ist es wichtig zu sehen, dass es möglich ist, vom FCB den Sprung zu einem internationalen Top-Team zu schaffen» erklärt Streller.

Die Wirkung, welche ein solcher Wechsel hat, ist tatsächlich nicht zu unterschätzen. Der FCB kann sich nach den Verkäufen von Shaqiri und Granit Xhaka (im Sommer 2012 zu Gladbach) erneut als optimales Sprungbrett für ambitionierte Talente empfehlen.

«Es ist schon wahnsinnig», sagt Streller, der 2007 selber für vier Millionen zu Stuttgart wechselte.  «Das zeigt, in welchen Sphären wir uns heutzutage bewegen. Und es unterstreicht, wie spektakulär Momo ist» so der 32-Jährige weiter.

«Wir spüren keine Nervosität»

Für Streller ist der Rekordtransfer auch ein Zeichen dafür, was der Verein in den letzten Jahren geleistet hat. Dass dem FCB nach dem Abgang von Salah und den vielen verletzungsbedingten Ausfällen allmählich die Spieler ausgehen, glaubt Streller indes nicht. «Erstens haben wir gute Spieler, und zweitens bin ich mir sicher, dass wir etwas auf dem Transfermarkt machen werden.»

Auf die Frage, wer denn dieses Jahr Schweizer Meister wird, sagt Streller lachend «ich hoffe natürlich wir» und fügt an «wir spüren keine Nervosität, da wir sehr erfahren sind und genau wissen was es braucht, um den Titel zu holen.»