Aufgrund des technischen Vorfalls wurden alle vier Turbinen- und Generatoren-Gruppen abgeschaltet, wie Kraftwerkdirektor Sascha Jäger am Freitag der Nachrichtenagentur sda sagte. Aufgrund des gleichzeitigen Stopps kam es oberhalb der Staumauer zu einem Aufstau, der eine Welle auslöste; unterhalb entstand durch einen Untersog ebenfalls eine Welle.

Die vier Turbinen und Generatoren werden gemäss Jäger von einem Leitsystem gesteuert und überwacht. Zu Abschaltungen einzelner Gruppen könne es etwa auch bei Gewittern infolge von Netzstörungen kommen. Dass gleichzeitig alle vier Gruppen gestoppt werden, sei indes aussergewöhnlich.

Derzeit ermittelt das Kraftwerk die Ursache der technischen Störung im Leitsystem. Eine Sabotage oder äusseren Einfluss kann gemäss Jäger jedoch ausgeschlossen werden.

Die Welle oberhalb des Kraftwerks hatte am Donnerstagnachmittag gegen 15 Uhr das Baselbieter Feuerlöschboot vom Steg losgerissen. Gemäss Baselbieter Polizei wurde es in der Folge ohne Karambolage wieder fixiert.

Der Wellengang hatte zudem im Auhafen in Muttenz BL ein Schiff beschädigt. Dabei floss eine geringe Menge Diesel in den Rhein. Die Ölwehr hatte Sperren erreichtet und das Gewässer gereinigt. Für Mensch und Umwelt hat gemäss Polizei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden. Verletzt wurde niemand.