In den letzten 25 Jahren haben in der Schweiz die Siedlungsabfälle um 40 Prozent zugenommen, obwohl in derselben Zeitspanne die Bevölkerung nur um 20 Prozent gewachsen ist. Es wird also mehr weggeworfen. Die beiden Basel haben nun im Rahmen ihrer gemeinsamen Abfallplanung einen Katalog mit 23 Massnahmen erarbeitet. Damit soll die Menge an Siedlungsabfällen reduziert und deren Bewirtschaftung verbessert werden. So wollen die Kantone gemeinsam mit Gewerbe und Detailhandel «innovative Ansätze» zur Abfallvermeidung erarbeiten. Bei öffentlichen Veranstaltungen sollen weitere Ideen, wie die in Basel bereits realisierte Mehrweggeschirr-Pflicht, einführt werden, die zur Reduktion der Abfallmenge beitragen.

Im Bereich des Recyclings und der Verwertung von Abfällen wollen die beiden Kantone ein rundes Dutzend Massnahmen umsetzen. Dazu zählen etwa Sonderabfall-Sammeltage in den Gemeinden. Die Recycling-Quote ist just bei den schädlichen Sonderabfällen unterdurchschnittlich, heisst es im Bericht zur Abfallplanung beider Basel. Zudem sollen neue technische Lösungen her – in der Basler Kehrichtverbrennungsanlage etwa eine Anlage installiert werden, die metallische Wertstoffe aus Filterasche rückgewinnen kann. Damit soll eine gesetzliche Pflicht erfüllt werden, die ab 2021 gilt. Auch streben die Kantone eine regionale Lösung zur Rückgewinnung von Phosphor aus der Abwasserreinigung an. Im Bereich Entsorgung seien weitere Evaluationen für Deponiestandorte vorzunehmen; die Planungen sind in beiden Kantonen aufgegleist. (bz)