Die Baselbieter Polizei konzentrierte sich im vergangene Jahr auf die Einbruchsbekämpfung. Laut Sicherheitsdirektor Isaac Reber habe es sich ausgezahlt, Polizeiposten früher zu schliessen, um auf Einbrecherjagd zu gehen. Dabei habe die Prognose-Software «Precobs», die unter anderem von der Baselbieter Polizei getestet und angeschafft wurde, besonders bewährt. Die Stabilisierung der Einbruchszahlen über das ganze Jahr 2014 und die seit letztem Herbst sinkende Zahl der Delikte zeige klar in eine positive Richtung.

Computerprogramm gegen Einbrecher

Computerprogramm gegen Einbrecher

«Ich glaube, das subjektive Sicherheitsgefühl der Baselbieter ist wieder gestärkt», sagte Reber anlässlich der Medienkonferenz zur Kriminal- und Unfallstatistik 2014. «Wir haben mit Augenmass und der gesunden Mischung aus bestimmtem Auftreten und gebotener Zurückhaltung erfolgreich abschreckende Präsenz markiert.»

Einbruchsbekämpfung im Zentrum

2014 ging die Zahl der registrierten Straftaten um 246 Fälle oder 1,5 Prozent auf 16‘704 zurück. Das mit Abstand grösste Problem sind nach wie vor Einbruchdiebstähle. Der starke Anstieg aus dem Vorjahr (+15 Prozent) konnte aber gebremst werden, wie Reber mitteilte. Die Anzahl Einbruchdiebstähle stieg 2014 um drei Prozent respektive 74 Fälle auf 2362.

«Das Baselbiet ist der Kanton mit dem mit Abstand höchsten Anteil von Einbrüchen an den Gesamtdelikten», bilanzierte Martin Grob, Chef der Baselbieter Kriminalpolizei. Dafür bleibe der Kanton aber punkto Kriminalitätshäufigkeit unter dem nationalen Durchschnitt.

V.r.: Isaac Reber, Sicherheitsdirektor; Meinrad Stöcklin, Mediensprecher Polizei BL; Mark Burkhard, Kommandant Polizei BL; Martin Grob, Leiter Kriminalpolizei; Christoph Naef, Leiter Verkehrspolizei.

Präsentation der Kriminal- und Verkehrsstatistik 2014 der Baselbieter Polizei in Liestal. Von rechts: Isaac Reber, Sicherheitsdirektor; Meinrad Stöcklin, Mediensprecher Polizei BL; Mark Burkhard, Kommandant Polizei BL; Martin Grob, Leiter Kriminalpolizei; Christoph Naef, Leiter Verkehrspolizei.

V.r.: Isaac Reber, Sicherheitsdirektor; Meinrad Stöcklin, Mediensprecher Polizei BL; Mark Burkhard, Kommandant Polizei BL; Martin Grob, Leiter Kriminalpolizei; Christoph Naef, Leiter Verkehrspolizei.

Seit Januar 39 Prozent weniger Einbrüche

Die Massnahmen gegen Einbrüche, die die Basler Polizei Ende 2014 einführte, zeigen jetzt schon Ergebnisse, wie Kommandant Mark Burkhard berichtete. Zwischen September und Dezember 2014 gingen die Einbruchszahlen gegenüber dem Vorjahr kantonsweit um rund 18 Prozent zurück, von Januar bis März 2015 gar um 39 Prozent.

Die Baselbieter Polizei werde das Thema Einbruchsbekämpfung weiterhin als Schwerpunkt behandeln. «Wir setzen alles daran, diesen Trend zu halten», so Burkhard weiter.

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Tiefstand bei Verkehrsunfällen und Verunfallten

2014 verunfallten auf Baselbieter Strassen so wenig Personen wie seit 60 Jahren nicht mehr. Auch die Anzahl Verkehrsunfälle ging weiter auf 1022 Fälle zurück, was den tiefsten Wert seit 1975 darstellt. Damals waren nur halb so viele Fahrzeuge unterwegs wie heute.

Christoph Naef, Chef der Verkehrspolizei, musste indes über Zunahmen der Verkehrsunfälle mit Kindern, Fussgängern und Zweirädern berichten. Dafür gab es weniger Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss sowie mit Seniorinnen und Senioren. Unfallursache Nummer 1 blieb auch 2014 die Unaufmerksamkeit knapp vor dem Missachten des Vortritts.

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