In Muttenz ging Anfang Woche das Gerücht um, dass das Bundesasylzentrum Feldreben unter Quarantäne stehe. Das Thema kam gar an der Gemeindeversammlung am 20. März auf.

Doch die Gemeinde konnte beruhigen. Ein Asylbewerber sei zwar an einer hoch ansteckbaren Meningokokken-Meningitis erkrankt, jedoch blieb es im Asylzentrum bei diesem einen Fall. Ebenfalls sei keine Quarantäne verhängt worden, die Bewohner wurden lediglich gebeten, das Asylzentrum für 24 Stunden nicht zu verlassen.

Weil sich die Krankheit schnell über Husten und Niesen verbreiten kann, «wurden alle Kontaktpersonen mit einer prophylaktischen Antibiotikagabe behandelt». Das teilte der kantonsärztliche Dienst mit.

Meningokokken-Erkrankungen treten weltweit auf, wobei die Sub-Sahara in Afrika – der sogenannte Meningitisgürtel – besonders stark betroffen ist, heisst es beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). In der Schweiz kommt es jährlich zu rund 60 schweren Meningokokken-Erkrankungen. Hauptsächlich betroffen sind laut BAG Kinder unter 5 Jahren und Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren.