Was nach dem ersten Durchgang der Birsfelder Präsidentenwahl am 25. November vorausgesagt worden ist, hat sich am Montagmorgen bewahrheitet: SP-Kandidatin Regula Meschberger verzichtet auf ihre Teilnahme am zweiten Wahlgang vom 3. Februar 2013. Die Land- und Gemeinderätin bestätigte in einer kurzen Mitteilung einen entsprechenden Online-Bericht der «TagesWoche». Der Entscheid sei ihr nach dem Ergebnis des ersten Wahlgangs leicht gefallen, erklärt Meschberger gegenüber der bz. Dort kam die einstige SP-Regierungsratskandidatin mit 707 Stimmen hinter Amtsinhaber Claudio Botti (CVP, 861 Stimmen) und FDP-Kandidat Christof Hiltmann (777 Stimmen) nicht über den dritten und letzten Rang hinaus.

Weg für Hiltmann ist frei

Nun macht sie bewusst den Weg frei für Hiltmann, damit der FDP-Youngster den von SP und Grünen stark angefeindeten Botti als Gemeindepräsident ablösen kann. Tatsächlich: Sollte Hiltmann im zweiten Wahlgang nur schon auf die Hälfte der SP-Stimmen zählen können, die Meschberger vor Wochenfrist erhalten hat, bliebe Botti wohl chancenlos, und der Machtwechsel in Birsfelden wäre perfekt. «Christof Hiltmann müsste sich bei seinem Hearing an der SP-Sektionsversammlung schon sehr dumm anstellen, damit er unsere Stimmen nicht erhält», zeigt sich Meschberger zuversichtlich. Hiltmann wird am 14. Dezember vor den Birsfelder Genossinnen und Genossen auftreten und Werbung in eigener Sache machen. Botti seinerseits bleibt unter dieser Voraussetzung nur die Chance, seinen Wahlkampf bis Februar nochmals zu intensivieren und verstärkt Nichtwähler, unter anderem aus SVP-Kreisen, zu mobilisieren.