Vor zehn Jahren wurde Zwingen überflutet. Damit dies nicht noch einmal geschehen kann, werden ab Montag die Arbeiten für einen verbesserten Hochwasserschutz gestartet. Die Bauarbeiten würden sich dabei vor allem auf das Areal rund um das Schloss Zwingen konzentrieren, schreibt die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) in einer Medienmitteilung.

Die BUD rechnet mit einer Bauzeit von rund sechs Monaten. In einer ersten Etappe werde die Bachsohle der Birs zwischen Kantonsstrassenbrücke und Schlossareal abgesenkt. Danach werde in einer zweiten Etappe ein alter Schlossgraben reaktiviert und ein Schutzdamm erstellt, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Schutzmassnahmen seien im Nachgang zum Jahrhunderthochwasser im Jahr 2007 beschlossen worden.

Rückblick: In der Nacht auf den 9. August 2007 kam es zu grossen Überschwemmungen in der ganzen Schweiz und vor allem auch im Baselbiet. Rund 800 Rettungskräfte standen damals im Kanton Baselland im Einsatz. Die Birs erreichte eine bis anhin noch nie gemessene Abflussmenge und setzte vor allem die Stadt Laufen unter Wasser. Auch andere Gemeinden wie Therwil und Biel-Benken waren betroffen. In Zwingen wurde ein grosser Teil des Dorfes überflutet. Weil Heizöl auslief und sich mit Trinkwasser mischte, durfte das Wasser für einige Tage nicht mehr zum Zähneputzen genutzt, geschweige denn getrunken werden.