Die beiden Männer, die am Samstag während einer Verkehrskontrolle auf der Autobahn A 2 vorübergehend festgenommen worden sind, sind wieder auf freiem Fuss. Dies bestätigt Adrian Gaugler, Mediensprecher der Baselbieter Polizei. Sie stehen im Zusammenhang mit der gleichentags ausgehobenen Hanf-Indooranlage im Oberbaselbiet.

Die Polizisten stellten bei der Kontrolle im Lieferwagen der zwei Männer starken Marihuana-Geruch fest. Beim Durchsuchen des Fahrzeugs fanden sie zahlreiche Hanf-Setzlinge. Der Lenker und sein Beifahrer wurden verhaftet. Aufgrund weiterer Ermittlungen fanden die Polizisten heraus, dass einer der beiden Männer an seinem Wohnort – gemäss Informationen der bz in Läufelfingen – mutmasslich eine grössere Hanf-Indoorplantage professionell betrieben hat. Sämtliche Drogen wurden beschlagnahmt.

«Wir sagen nichts über Alter und Nationalität der beiden Männer wegen des Persönlichkeitsschutzes», erklärt Gaugler. Auch darüber, ob sie der Polizei schon einschlägig bekannt waren, schweigt der Polizeisprecher. Die sichergestellten Hanfpflanzen bleiben konfisziert. Drogen werden generell bis zum Urteil nicht vernichtet.

«Davon noch nichts gehört»

Nun finden Befragungen statt. Dabei gilt zu eruieren, was genau und wie vorgefallen ist, der übliche Inhalt eines Strafverfahrens. Aufgrund dessen wird dann über das Strafmass entschieden. Die Baselbieter Staatsanwaltschaft, die gegen die beiden Männer ein Strafverfahren eröffnet hat, verweist auf die Mitteilung vom Montag und erteilt dazu keine weiteren Auskünfte.

Für Läufelfingens Gemeindepräsident Dieter Forter war es gestern eine «Neuigkeit», als er von der bz auf die ausgehobene Hanf-Indooranlage in seinem Wohnort angesprochen wurde. «Davon habe ich noch nichts gehört.» Sie hätten am Montag noch keine Gemeinderatssitzung gehabt, dann erfahre man eben nicht alles.

Gemeindeverwalter Thomas Faulstich hat bloss «am Rand etwas mitbekommen». Er habe in der Zeitung den Titel gesehen, aber die Meldung noch nicht richtig gelesen. Als Gemeindeverwalter von Läufelfingen nehme er die Mitteilung im Moment zur Kenntnis. «Wir sind nicht involviert und haben nichts davon gewusst.» Bis jetzt sei der Vorfall im Dorf noch kein Gesprächsthema, soviel er mitbekommen habe, konstatiert Faulstich. «Es gelangt nicht immer ganz alles zu uns. Aber es wird sicher noch das eine oder andere darüber geredet im Dorf.»